Umgangsformen: I wie Interesse

Bedeutungen:

[1] Gefühl oder Einstellung, von etwas mehr wissen zu wollen
[2] Tätigkeit, die man mag und in seiner Freizeit ausübt
[3] normative Gedanken, die Grund für Handlungen sind

Herkunft:

lat. inter = zwischen und esse = sein. (…) Erst im 18. Jh. übernimmt es die Bedeutung Aufmerksamkeit, Anteilnahme aus dem Frz. intérêt, diese Bedeutung wiederum stammt aus der lateinischen Form interest „es ist von Wichtigkeit“.

Von Wichtigkeit ist, seinem Gesprächspartner aufrichtiges Interesse entgegenzubringen und ihn in allem was er sagt, ernst zu nehmen. Das bedeutet, das man als aufmerksamer Zuhörer, seinen Mitmenschen nicht in’s Wort fällt und sie ausreden lässt. Und auf das Gesagte reagiert. Nicht nur seine eigenen Sachen loswerden will. Von Vorteil ist auch, sich das, was sein Gegenüber sagt, auch zu merken um so bei der nächsten Begegnung den Faden wieder aufnehmen zu können.

Deswegen Regel Nr. 9 der Umgangsformen: I wie Interesse!

… und schon klappt’s mit den zwischenmenschlichen Beziehungen! 🙂

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Umgangsformen: H wie Handy

Immer und überall sind wir in Begleitung unserer Handys oder anderer portabler Telefone (vor allem im Büro). Das ist auch gut so, denn wir wollen ja auch zu jeder Zeit erreichbar sein. Doch auch hier gibt es Umgangsformen, an die man sich halten kann. Zum Beispiel, nicht am Telefon sprechend in ein Büro treten und dann dort, wo die Büro“insassen“ womöglich auch telefonieren oder gar einen Kunden oder Mitarbeiter im Büro stehen haben, zehn Minuten weiter telefonieren! Hier muss ich ganz klar sagen: bitte draußen bleiben und erst den Raum betreten, wenn das Telefonat beendet ist!
Eine schöne Situation auch in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln: Das Handy klingelt so laut, dass man es im Nebenbus leuten hört und der Handy-Inhaber selbst führt sein Gespräch als wäre er der einzige Mensch weit und breit. Das ist störend und nicht besonders respektvoll gegenüber seinen Mitmenschen.

Drum merken wir und die Regel Nr. 8 der Umgangsformen: H wie Handy.

– Klingelton in geschlossenen Räumen etwas leiser stellen
– Telefonat dezent führen
– Nicht im Büro von anderen seine Gespräche führen

Umgangsformen: G wie Geruch

Was hat Geruch mit Umgangsformen zu tun? Nun ja, auf den ersten Blick vielleicht nicht so viel. Aber über wieviele schlecht parfümierte oder schlichtweg ungewaschene und ungepflegte Menschen brüskieren wir uns so des öfteren? Ein heikles und durchaus sensibles Thema. Aber es lässt sich einfach nicht leugnen. Ein pentrantes Düftchen im Näschen ist einfach unangenehm!

Deshalb im Sommer einfach mal ein leichteres Parfüm verwenden, im Winter darf’s dann etwas schwerer sein. Dabei ist zu beachten, dass zwei mal sprühen auf jeden Fall langt. Übrigens ist teuer auch nicht immer gleich super. Ach ja, und manchmal tut’s auch einfach mal ein Bad oder eine Dusche.

Viel Spaß beim unsetzen der Regel Nr. 7 der Umgangsformen: G wie Geruch!

Umgangsformen: F wie Feedback

Es passiert jeden Tag. Als Kind bekommen wir es ständig von unseren Eltern, dann in der Schule. Es reißt nicht ab. Es geht weiter morgens im Bad, in der Küche, gegenüber unseren Freunden, der Familie. Und in der Arbeit. Vor allem da. Wir geben und erhalten Feedback. Und oft sind wir alles andere als zufrieden damit. Vorgesetzte schlüpfen in die Elternrolle und wollen uns sagen wo’s lang geht. Schön wäre es, wenn wir unter vier Augen Feedback erhalten würden. Aber wie oft stauchen Vorgesetzte ihre Mitarbeiter in Gegenwart von anderen zusammen? Oder berufen ein Teammeeting ein, nur um ein Teammitglied mal so richtig runterzuputzen? Ich würde sagen, dass ist sicher nicht die feine Art und bestimmt kontraproduktiv – Mitarbeiter weichen jeder Kritik aus und meiden Feedbackgespräche.

Umgangsformen Regel Nr. 6 besagt: F wie Feedback.

Total simpel:

– Feedback ausschließlich unter 4 Augen
– beobachtetes Verhalten sachlich darstellen
– Wunsch der Veränderung äußern
– und die Sandwich-Technik anwenden um das Feedback nicht ganz so rabiat ausfallen zu lassen

Umgangsformen: E wie Email

Jeden Tag verschicken und empfangen wir eine beachtliche Anzahl mehr oder weniger sinniger Emails. Und auch hier lehrt uns die Business-Knigge, eine gewisse Form zu wahren und auf den Ton in den Emails zu achten. Und recht hat der Knigge.

So zum Beispiel sollte neben der Begrüßung auch immer der Name des Empfängers stehen! Also nicht nur „Hallo!“ sondern „Hallo Belinda, …“. Es gebietet die Höflichkeit und die Achtung vor dem anderen, diesen mit Namen anzusprechen! In Briefen schreibt man ja auch nicht einfach nur den Text.
Ich meine übrigens nicht den x-ten Email-Verkehr zwischen zwei Personen, irgendwann reagiert man auch nur auf die Antworten. Das ist okay. Aber nicht, wenn man die Leute erstmalig anschreibt oder man die Person vor allem nicht persönlich kennt.

Ein Klassiker ist auch, als Abschluss „MfG“ zu schreiben oder auch einfach gar nichts. Hallo? Auch wenn wir alles vereinfachen in dieser Welt – DAS ist schlichtweg respektlos.

Also denkt schön an Regel Nr. 5 der Umgangsformen: E wie Email

und schreibt die Leute immer brav mit Namen an und verabschiedet Euch standesgemäß. Das man auf die Groß- und Kleinschreibung achtet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen …

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Umgangsformen: D wie Danke (und Bitte)

Von den Eltern bekommt man bereits im Laufstall beigebracht, immer „Bitte“ und „Danke“ zu sagen. Diese Vokabeln scheinen aus dem Gedächtnis zu verschwinden je älter der Mensch wird. Besonders schön tagtäglich in diversen Büros dieser Erde zu erleben. Da stampft der Chef in’s Büro und knallt irgendwelche Aufgaben auf den Tisch ohne ein „bitte“ hinzuzufügen. Kollegen, denen man einen Gefallen tut, bringen kein „Danke“ über die Lippen. Ja, selbst die Gratulation zum Geburtstag bleibt unkommentiert – habe ich schon erlebt! Was ist denn so schwer daran, sich zu bedanken und jemanden um etwas zu bitten? Beobachtet mal die täglichen Situationen, mit denen ihr konfrontiert werdet. Und Eure eigenen Reaktionen. Und merkt Euch die

Umgangsformen Regel Nr. 4: D wie Danke und Bitte!

Es wird den anderen ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubern. Zumindest werden sie beim nächsten mal viel lieber entgegenkommen.

Umgangsformen: C wie Casual (nicht nur Friday)

Es gibt Branchen, in denen es üblich ist, sich nicht komplett zugeknöpft und superspießig in der Arbeit zu präsentieren. Nein, ich rede nicht von dem horizontalen Gewerbe. Ich meine vielmehr die lockereren Branchen, in denen ein gewisser trendy Chic vorherrscht. Das ist auch alles in Ordnung. Aber sollten auch in diesen Branchen nicht gewisse Spielregeln gelten? Hauptsächlich bei jüngeren Frauen ist zu beobachten, dass diese eher dazu geneigt sind, bauchfrei aufzutauchen oder man wirft einfach ein lockeres Stück Stoff in Größe XL über, sodass lasziv die Schultern hervorblitzen. Nett ist auch der Catsuit. Oder die Hotpants, sodass das Höschen leicht zu sehen ist. Versteht mich nicht falsch. Ich bin dafür, dass jeder trägt was ihm gefällt. Auch auffällig darf es sein. Und die genannten Outfits sind auch ein toller Hingucker und sehen fantastisch aus. Aber eben im Privaten oder in der Zappelbude. Im Business  wirkt das einfach nur unprofessionell und fast schon billig! Die Folge: Vor allem Frau wird nicht ernst genommen!

Deswegen in der heutigen Folge von „Umgangsformen“: C wie Casual! – Gerne, aber bitte mit Stil!

Viel Spaß bei der Garderobenplanung! 🙂

sartorialistdkny