Umgangsformen: U wie Umgangsformen

Eine kurze Umschreibung:
„Umgangsformen sind Formen und Muster zwischenmenschlicher Interaktion. Von der Gesellschaft werden solche Verhaltensformen entweder negativ als derb, roh, ungehobelt oder unhöflich oder positiv als gut erzogen, höflich, kultiviert oder edel bewertet.“ (Quelle: Wikipedia)

Knigge und Umgangsformen scheinen momentan einen Boom zu erfahren und sehr modern zu sein. Doch was nutzt es, alle Regeln des Knigge zu beherrschen und dabei affektiert zu wirken? Umgangsformen lebt man. Sie gehören zur Persönlichkeit. Dadurch wirkt man authentisch. Und bei der Umsetzung von Umgangformen geht es immer um die Wertschätzung und den Respekt gegenüber des Anderen!

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Umgangsformen: T wie Tischmanieren

Immer wieder beobachte ich, wie sich Menschen wie Tiere am Tisch benehmen. Dabei geht es mir nicht darum, ob das Serviettchen richtig gefaltet auf dem Schoß liegt oder ob das Tischset zu allen Seiten symetrisch ausgerichtet ist. Es geht vielmehr um grundlegende Manieren. Und auch hier scheint das Vorurteil zu stimmen – je höher die Position … Wer also auch bei Tisch eine gute Figur machen möchte, der achte auf folgende einfache Punkte:

1. Aufrecht sitzen, nicht über den Teller gebeugt
2. Das Besteck wird von der Hand zum Mund geleitet – nicht der Kopf beugt sich zum Essen
3. Mund zu beim Essen
4. Nicht schmatzen
5. Bevor man etwas sagen will, das Essen runter schlucken
6. Messer und Gabel benutzen – Gabel gehört in die linke, das Messer in die rechte Hand
7. Bei Beendigung des Essens, Besteck nebeneinander auf den Teller legen
8. Serviette auf den Teller

Viel Spaß beim umsetzen und beobachten der anderen Leute! Es ist wirklich faszinierend.

Umgangsformen: S wie Siezen & Duzen

Jede moderne Firma, die etwas auf sich hält, hat eine Duz-Kultur. Und auch im Leben außerhalb des Unternehmens verbreitet sich das duzen. Das ist grundsätzlich gut, stößt aber teilweise auf negative Resonanz. Deswegen hier ein paar Tipps:

1. Weiß man nicht wie die geläufigen „Du/Sie-Verhältnisse“ sind, wie zum Beispiel beim Antritt einer neuen Stelle, fragt man am besten einen Kollegen, wie man sich selbst verhalten soll.

2. Nach einer Betriebsfeier gilt: Derjenige, der das „Du“ in Feierstimmung angeboten hat, entscheidet am nächsten Arbeitstag, ob dieses Angebot noch gilt: Sei es indem er das „Du“ verwendet oder eben kommentarlos wieder zum altbewährten „Sie“ übergeht.

3. Im Privaten bietet der Ältere dem Jüngeren das „Du“ an. Im Beruf gilt: Unabhängig vom Alter bietet derjenige, der die höhere Stelle im Unternehmen inne hat, z.B. der Chef, seinen Mitarbeitern das „Du“ an.

4. Wenn es sich um eine Frau und einen Mann handelt, entscheidet das nicht der Rang des Alters, sondern der Rang des Geschlechts. Die Frau bietet dem Mann das „Du“ an, also auch, wenn sie jünger als er ist. Der Grund ist einfach, denn umgekehrt könnte das schnell als Belästigung/Anmache missverstanden werden.

    Viel Spaß! 🙂

    Umgangsformen: R wie Respekt

    Respekt ist eine Form der Wertschätzung, Achtung und Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person.

    Respekt zu zeigen ist oft schwierig, weil wir über unseren eigenen Schatten springen müssen. Das bedeutet, den ersten Schrittt zu machen. Und das ist gar nicht so leicht und überfordert uns oft. Wir fühlen uns unsicher und haben vielleicht Angst vor dem, was passieren könnte. Doch nur wenn wir aufeinander zu gehen, können wir zu einander finden. Durch gegenseitigen Respekt gestalten wir unser Umfeld und unsere Gesellschaft aktiv mit. Und wir können EInfluss darauf haben, dass es gerechter wird. Ein Umfeld oder eine Gesellschaft ,in der Akzeptanz, die Teilnahme aller, gegenseitige Anerkennung der Menschenwürde, Zivilcourage und Solidarität gelernt und gelebt werden. Sich für den anderen interessieren und ihn ernst nehmen. Ihn so anzunehmen, wie er oder sie ist. Und das hat mit Achtung, Wertschätzung, den Umgang miteinander zu tun.

    Umgangsformen: Q wie Qualm

    Es ist wertschätzend, dass:

    • Rauchen grundsätzlich unterbleibt, während irgend jemand am Tisch isst, selbst wenn man im Gasthaus mit Fremden einen Tisch teilt
    • die erste Zigarette frühestens nach dem Hauptgang – nach strengen Sitten erst nach dem Dessert! – angerührt wird, damit der Rauch nicht über den folgenden Gängen und sogar den Passivrauchern auf dem Gaumen lagert
    • Raucher niemals ihre Zigarette herausholen, ohne um Erlaubnis gebeten zu haben; bei großen Runden in öffentlichen Räumen reicht das OK der unmittelbaren Nachbarn
    • Nikotinabhängige im Notfall den Raum verlassen
    • in Anwesenheit von Kindern nicht geraucht wird

    Viel Spaß beim umsetzen der Umgangsformen Regel Nr. 17: Q wie Qualm.

    Umgangsformen: P wie Pünktlichkeit

    „Meine Pünktlichkeit drückt aus, dass mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene.“
    Helga Schäferling

    Mit diesem Zitat wird auf den Punkt gebracht um was es geht. Wir treffen Verabredungen und terminieren sie, damit man einen gemeinsamen Treffpunkt hat. Es ist schlichtweg unhöflich, sich ständig zu verspäten und den anderen warten zu lassen. Dabei geht es nicht um 3 Minuten. Aber alles was über 5 Minuten hinaus geht, ist schlichtweg respektlos. Natürlich kann mal etwas dazwischen kommen oder man schafft es doch nicht. Dann wäre ein kleiner Anruf hilfreich und zwar dann, wenn der andere noch nicht aus dem Haus ist um pünktlich am Treffpunkt zu sein. Dann kann derjenige mit der „neu gewonnenen“ Zeit auch etwas anfangen und sie nicht sinnlos mit warten vergeuden. In die Arbeit schaffen wir es auch meistens pünktlich. Gerade unsere Freunde sollten uns das auch wert sein!

    Umgangsformen: O wie Ordnung

    Es geht nicht um das penible Ordnen des ordnens Willen. Das sei klargestellt. Wer Unordnung hat, verliert aber schnell die Übersicht und gerät in Zeitnot. Ergebnis dieser Situation ist Stress und ineffizientes Arbeiten. Und noch während man verzweifelt in Eile eine wichtige Unterlage sucht, drängt sich die Frage auf: Wie finde ich in all den Anforderungen meines Alltages endlich innere Freiheit und eine neue Lebensqualität? Und genau das spiegelt jeder Mensch wieder und „belastet“ seine Mitmenschen.

    Regel Nr. 15: O wie Ordnung – und so geht’s:

    • Denke und handele! Müll von Schätzen trennen. Sichten und entscheiden; bewahren und vernichten; sortieren und strukturieren – bis Schreibtisch und Büro »leer und gereinigt« sind, und die Möbel am richtigen Platz stehen.
    • Danach die »Neue Ordnung« zum Leben erwecken, und wieder einräumen. Dabei Strukturen und Abläufe festlegen, die der eigenen Persönlichkeit (und dem Aufgabenbereich) entsprechen. Konsequent einfach!