7 Tage Cevapcici & Fisch

4. September 2010

Endlich geht’s los. Um 6:40 Uhr starten wir Richtung Sonne und fragen uns, ob wir unsere Mitreisenden wohl auf der Autobahn treffen werden. Eine Stunde später überholen wir sie. Weitere 8 Stunden später kommen wir endlich am Campingplatz an und springen alle nach einer kurzen Hausbesichtigung zur Abkühlung in’s Wasser. Das Wetter ist genial.

5. September 2010

Das Wetter ist wieder prima, also entscheiden wir uns für einen Badetag. Es geht in das Naturschutzgebiet Kap Kamenjak, wo es mehrere Strände zum anfahren gibt. Wir nehmen die Klippen bei der Safaribar.

Ich mache es mir auf den löchrigen Felsen bequem und beobachte die Leute. Die anderen sind mutiger und springen von den Felsen in’s Wasser. Ich sehe nicht hin, ich will ja nicht als Zeugin aussagen müssen.

Es scheint Spaß zu machen, denn ich bin eine ganze Weile allein und höre den Österreichern auf den Felsen unter mir dabei zu, wie sie sich über den Vegetarismus unterhalten.

6. September 2010

Heute fahren wir nach Rovinj. Das ist nicht so weit und soll schön sein. Wir wagen es. Und bereuen es nicht. Die Stadt ist wunderschön, sehr mediterran und steht unter venezianischem Bau-Einfluss.

Auf unserer Tour entdecken wir Dreharbeiten zu einem ARD-Film. Der Mann vor uns behauptet, die Schauspieler seien Henry Hübsch und Susanna von irgendwas. Google stimmt dem nicht zu. Die Frau neben uns fragt ihre Tochter Katharina ob der Beruf nicht auch was für sie wäre. Wir kucken Katharina an und entfernen uns.

7. September 2010

Bonita (Name nicht geändert) bezaubert uns mit ihren Kenntnissen über die Brijuni-Inseln und führt uns sicher durch die Insel.

Wir fahren mit einer Bimmelbahn bis zum Tierpark. Während dessen erzählt uns Bonita, dass sich Hotelgäste der Insel auch frei bewegen dürfen. Wir sind neidisch. Danach fahren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück und machen eine Pause von 45 Minuten, in der wir die Gelegenheit haben, Souvenirs aus dem eigens errichteten Souvenirladen zu ergattern. Dann laufen wir 5 Meter zur Kirche, danach zum Stein-Ei, dann haben wir wieder Pause. Sind aber auf uns alleine gestellt. Immerhin. Wir haben 30 Minuten Zeit zum 5 Minuten entfernten Hafen zu laufen und uns wieder abholen zu lassen. So kriegt man 4 Stunden rum.

8. September 2010

Wir fahren nach Pula auf den Markt und besorgen Fisch. Wir lagern ihn gekühlt im Auto,  sehen uns die Stadt im Eiltempo an und verstehen gar nicht warum alle sagen, dass Pula nicht so toll ist. Wir sehen mehr Sehenswürdigkeiten als auf Wikipedia angegeben.

9. September 2010

Wir freuen uns über die Sonne. Und weil Sonne toll ist, fahren wir wieder an den Strand im Naturschutzgebiet. Es stehen heute 3 Strände auf dem Programm. Den ersten kennen wir noch nicht, befinden den aber als ganz gut weil man gut in’s Wasser kommt und schnorcheln kann. Wir entdecken Zwicki – einen kleinen Krebs. Leider hat er Angst vor uns und rennt weg. Wir machen mit und fahren zu einem anderen Strand. Zum Felsstrand mit der Safaribar. Die Wellen sind sehr hoch und es geht ein starker Wind. Es gehen nicht viele Leute in’s Wasser. Die Österreicher sind auch nicht mehr da.

Den dritten Strand kennen wir dann auch schon, finden den aber am besten weil auch die weniger Mutigen in’s Wasser gehen können. Unter den anspornenden Zurufen von Flo und Yvonne gelingt es mir dann tatsächlich nach 15 Minuten in’s Wasser zu springen. Ich komme an den Seeigeln vorbei und finde mich toll.

10. September 2010

Das Wetter ist mittelmäßig, Flo und ich sind krank. Wir machen einen faulen Tag, wollen aber nicht nur rum hängen und fahren deshalb noch mal nach Pula. Wir beobachten den Hafen mit den Riesen-Schiffen. Das finden die Hafen-Mitarbeiter seltsam.

11. September 2010

Der Abreisetag. Die Sonne strahlt. Wir nicht. Bye bye Istrien, bis zum nächsten Mal!

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Nächster Halt: Prag

1. 16-Tage-Wettervorhersagen

Auf die ist kein Verlass. Geprahlt mit Sonnenschein und 25 Grad, 1 Abend vorher die Prognose: Regen. Toll. Übersetzung: Koffer umpacken. Letztendlich gehabt: Regen bis mittag, danach Sonnenschein.

2. Die Fahrt …

… ging um 8 Uhr mit dem Linienbus los, bedeutete um 5:30 Uhr aufstehen. Das ist nicht gut. Auch nicht wenn der Busfahrer gut gelaunt ist und fröhlich in’s Mikro singt: „Nächster Halt: Prag!“

Etwas menschlicher die Zeit bei der Rückfahrt (15 Uhr), der Fahrer wohl jemand mit Bakterien-Phobie. Das Gepäck, welches zu 98% aus kleineren Reisetaschen bestand, wurde nämlich nur mit den schwarzen Lederhandschuhen angepackt. Eingeplant waren 5 Stunden und 15 Minuten Fahrt mit einer halbstündigen Pause in Regensburg. Warum auch immer. Geplante Ankunftszeit: 20:15 Uhr. Tatsächliche Ankunftszeit: 21:15 Uhr. Das ist nicht gut. 🙂

3. Wechselstuben

Sollten verboten werden. Am Sonntag hatte ich leider kein tschechisches Geld mehr aber dafür ausreichend Euros. Ich wollte also Geld wechseln, da Geld abheben bei meiner Bank 5,-€ Gebühren kostet und ich mein Konto außerdem nicht (noch mehr) strapazieren wollte. Wechselstuben findet man schnell. Auch wenn man meint, man würde diese Tafeln mit den Wechselkursen verstehen, sollte man noch ungefähr 34 mal hinsehen um wirklich sicher zu gehen. Das habe ich natürlich nicht gemacht sondern habe nur eine Zahl registriert. Die war leider falsch. Für meine 20 Euro habe ich umgerechnet 10 bekommen. Banditen. Hätte doch mal Controller werden sollen.

4. Einkaufscenter

GENIAL! Gut, jeder Amerikaner würde vermutlich leicht amüsiert schmunzeln, aber für mich, eine aus Polen importierte Deutsche ein Traum. Erst mal sind die Dinger riesig. Dann gibt es dort alles. Vor allem Klamotten. Auch  Marken, die man in Deutschland nicht kaufen kann. Der Wahnsinn. Einen unglaublich riesigen Supermarkt hat auch fast jedes Einkaufscenter. Und das, direkt bei unserem Hotel (!!!), hatte auch noch ein Bowlingcenter und einen Day-Spa. Und jetzt der aboslute Oberhammer: die Läden hatten alle bis Mitternacht offen!

5. Ankommen & Rumkommen

Das Metronetz umfasst 3 Linien. An manchen Stationen kreuzen sich die Bahnen. Wenn man schon unter der Erde ist, dann ist es auch kaum ein Problem die Anschlusslinie zu finden. Kommt man allerdings erst an und steht oben, ist es schon eine mittelschwere Herausforderung den Weg zu finden. Wir sind am Ankunftsbahnhof (Florenc) ungefähr 2 mal um den Bahnhof gerannt bis wir gecheckt haben, dass wir bei dem einen Metrogleis nochmal runterfahren müssen um zu unserer Metro zu kommen. Und es lag nicht an uns!!

Alle gängigen Sehenswürdigkeiten sind wirklich toll anzusehen. Wir wollten uns kuturell noch ein wenig weiterbilden und sind daher ins Museum der Stadt Prag gegangen. Versprochen wurden Informationen rund um die Themen Politik, Wirtschaft, Kunst, bürgerliche Alltagskultur und urbane Entwicklung. Spannend eigentlich. Alle „Themen“ wurden in 2 Räumen abgehandelt. Highlight war der 3D-Film um die Papierstadt Prag, welche im 19. Jahrhundert von Langweil gebastelt wurde. Dazu bekam man an der Kasse einen von Hand ausgeschnittenen und laminierten Zettel, auf dem stand, zu welcher Uhrzeit man diesen 3D-Film ansehen konnte. Penibelst kontrolliert wurde dieser am Eingang zum Kino-„Saal“. Was bei einer Gruppe von 8 Leuten natürlich sein muss. Nach 5 Minuten Reise durch die Papierstadt war alles vorbei. Langweil.