Yoga-Quickie für’s Büro: Nacken kraulen

Diese Übung hilft besonders bei Verspannungen:

  1. Beginne mit der Anfangsentspannung.
  2. Bleibe sitzen und lege beide Hände erst auf die Schultern.
  3. Dann bringst du einen Arm nach unten neben den Körper, den anderen streckst du mit dem Ellenbogen nach oben Richtung Decke.
  4. Dann wechselst du die Seite.
  5. Wiederhole die Übung auf jeder Seite 3 Mal.


Warum ist das gut?

Nach langer Schreibtischarbeit entspannt diese Übung die angespannten Nackenmuskeln, mobilisiert den Schulterbereich und den oberen Rückenbereich.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

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Yoga-Quickie für’s Büro: Strecken

Die folgende Übung ist simpel, dauert nicht lange und kann überall durchgeführt werden:  sich strecken! Ja, einfach nur strecken. 🙂

So geht’s:

  1. Setze dich in die Anfangsentspannung und beginne mit dieser.
  2. Bleibe gerade auf deinem Stuhl sitzen, die Füße sind nebeneinander auf dem Boden aufgestellt.
  3. Das Gewicht verteilst du gleichmäßig auf den Gesäßknochen.
  4. Jetzt streckst du deine Arme gerade über den Kopf hoch.
  5. Bei jedem Einatmen spürst du, wie sich der Oberkörper verlängert, während du dich immer weiter nach oben streckst.
  6. Für 10 Sekunden halten dann leicht ausschütteln und lockern.
  7. Du kannst deine Arme auch abwechselnd hoch strecken und so die Flanken abwechselnd dehnen.
  8. Schließe die Übung ab indem du deine Schultern nach hinten kreisen lässt und dir eine Minute tiefer, ruhiger Atmung gönnst.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

Sind Coaches perfekte Menschen?

Nicht selten wurde ich gefragt ob ich denn selbst „nicht eigentlich müsste“, „wenn ich doch Coach sei“ und anderen dabei helfe, „besser“ zu werden. Müsste ich denn dann nicht immer und zu jederzeit

  • ausgeglichen sein
  • ein strahlendes Lachen auf den Lippen haben
  • mit jeder Situation souverän umgehen können
  • auf jede Frage des Lebens eine Antwort haben
  • mir über nichts Gedanken machen weil ich schon alles weiß
  • ganz genau wissen was ich will
  • positiv eingestellt sein
  • uvm.

Und auch ich selbst habe mich schon einige Male dabei ertappt zu denken „Gerade der als Psychologe / Arzt / Chef / Lehrer / [frei wählbar] müsste doch eigentlich wissen …“.

Ganz schöne hohe Anforderungen die ich da habe. Und die an mich weitergegeben werden.

Als Coach bin ich in der Regel durch eine längere Ausbildung gegangen, sodass ich die Möglichkeit hatte, mich spätestens dann sehr viel mit mir selbst zu beschäftigen, Selbsterfahrung zu sammeln und mich aufzuräumen. Denn in der Tat kann ich schnell auf meinen Klienten Projektionen bilden wenn ich selbst nicht weiß wo meine Schaltknöpfe sind, welche Themen mich besonders belasten und ich nicht aufgeräumt bin.

Das bedeutet nicht, dass nie wieder irgendwelche Themen oder Situationen aufkommen und ich für alle Zeiten erhaben und erleuchtet durch die Welt schlendern kann. Das wäre mitunter ja auch langweilig.

Aber als Coach habe ich allerhand Methoden und Fragen kennengelernt und auf den Weg mitbekommen, die es mir vielleicht leichter als anderen machen, schneller meine wunden Punkte zu erkennen und anzugreifen. Ich bin darauf trainiert, fokussiert und lösungsorientiert zu denken und zu handeln und werde dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch an mir selbst anwenden können.

Natürlich gibt es Situationen, an denen ich glaube zu verzweifeln, denke ich würde sie niemals durchstehen. Menschen, die mein Frustrationslevel enorm ausreizen. Gefühle, die mich schier zu übermannen scheinen. Gruppen, in welchen ich mich zurückziehe und nichts sage. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Und das ist gut so! Wer wäre ich denn, wenn ich all das nicht erleben würde? Ich bin noch immer ein Mensch und ich darf all das er- und durchleben und ich brauche das. Damit ich mich selbst immer besser kennenlerne und mich in andere einfühlen und dabei helfen kann, aus ihrer Sackgasse heraus zu kommen.

Coaches wissen dank ihrer Ausbildung i.d.R. was sie für sich tun müssen um in Balance zu bleiben. Weil sie ja die Selbsterfahrung gemacht, sich tiefere Fragen stellen und kennengelernt haben, wie sie ihre Selbstwirksamkeit steigern könen. Das geht stark in die Richtung das zu verkörpern und zu leben, was man auch weitergeben möchte.

So tue auch ich vieles, das dazu beiträgt, dass ich mich wohl fühle und in Balance bleibe. Einfach für mich. Und weil es gut für mich ist, möchte ich andere teilhaben lassen, Expertise weitergeben und dabei helfen, den eigenen, stimmigen Weg zu finden.

An der Berufsgruppe möchte ich den perfekten Menschen nicht fest machen. Aber:
Es gibt ihn, den perfekten Menschen!

Schau mal in den Spiegel! Du kuckst ihn geradewegs an. 🙂

Yoga-Quickie für’s Büro: Tipps für die Balance

Außer den Übungen kannst du dir bewusst Entspannung in deinen (Büro-) Alltag holen mit folgenden Tipps für deine innere Balance:

  • Trinke statt Kaffee öfter mal eine Tasse Tee (z.B. weiß, grün oder Kamille, schwarzen Tee nur in Maßen) oder lauwarmes Wasser, das reinigt von innen
  • Probiere doch mal aus, ob dir ein Sitzball als Alternative zum Stuhl gefällt
  • Immer wenn du merkst, dass du krumm da sitzt, setze dich aufrecht hin – das hilft auch Nacken und Rücken
  • Versuche zwischendurch vom Computer aus dem Fenster zu schauen, gönne deinen Augen Ruhe – grün hilft und beruhigt, z.B. in Form einer hübschen Pflanze
  • Oder gehe eine Runde um den Block spazieren, Frischluft pustet auch den Kopf durch
  • Plane deine Freizeitaktivitäten unter der Woche genau, denn nach Feierabend ist die Motivation schon gering noch ins Fitnessstudio zu gehen. Stattdessen könntest du aber vielleicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder Joggen; auch soziale Aktivitäten enspannen: verabrede dich mit Freunden beim Italiener um die Ecke, anstatt selbst den Kochlöffel zu schwingen
  • Überleg dir, was du dir wünscht, was dir gut tut und verabrede dich dann einfach mit dir selbst: ein Abend in der warmen Badewanne, ins Kino, Theater oder in die Sauna gehen, durch den Wald joggen… Wichtig ist es, den Termin fest im Kalender zu notieren und auch einzuhalten.
  • Lerne das Nein-Sagen. Reiße nicht alles an dich, sondern übertrage Aufgaben, die nicht so wichtig sind, an andere. Oder: Schreibe alle Termine und Pflichten auf eine To-do-Liste. Was nicht so dringend ist, wird wieder gestrichen.

Vielleicht hast du für dich auch ganz andere Dinge gefunden, die dir helfen bewusst abzuschalten oder entspannt durch den Tag zu kommen. Ich freue mich über deinen Kommentar!

Yoga-Quickie für’s Büro: Entspannung für Hals & Nacken

Rückenschmerzen gehören zur Volkskrankheit Nummer 1, oftmals bedingt durch Anspannungen und Verkrampfungen im Hals- und Nackenbereich. Wir sitzen im Büro oft mit angezogenen Schultern da und merken es gar nicht.

Folgende Übung hilft bewusst zu entspannen:

  1. Setze dich wieder bequem auf deinen Stuhl und nimm die Position der Anfangsentspannung ein.
  2. Richte nun deine gesamte Aufmerksamkeit auf deinen Hals und Nacken. Nimm wahr wo du verspannt bist, wo du evtl. auch Schmerzen hast. Lenke deinen Atem dort hin.
  3. Nun bringst du beim nächsten Ausatmen dein rechtes Ohr in Richtung rechte Schulter. Spüre dabei die Dehnung in der linken Halsseite.
  4. Beim Einatmen kommt dein Kopf zurück zur Mitte.
  5. Beim nächsten Ausatmen bringe das linke Ohr in Richtung linke Schulter und spüren auch hier wieder die Dehnung in der rechten Halsseite.
  6. Beim Einatmen wieder mit dem Kopf zurück zur Mitte kommen.
  7. Wiederhole diese Übung noch einige Male im Wechsel, so oft es dir gut tut.
  8. Schließe die Übung mit einigen tiefen und ruhigen Atemzügen ab.

Warum ist das gut?
Durch das Zusammenführen der Schulter und des Ohrs dehnst du die gegenüberliegende Seite und bringst sie dazu, entgegen der Gewohnheit zu handeln. Du machst eine Gegenbewegung.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

Darf man als Yogi eigentlich …?

Immer dann, wenn ich auf einer Party war oder etwas anderes getan habe, dass nicht „yogisch“ ist, also weltliches Amusement bedeutet, wurde ich in den meisten Fällen gefragt, ob ich das als Yogi überhaupt alles machen darf. Zeit, um aufzuräumen. 🙂 Fragen, die meine Mitmenschen bewegen:

  • Darf ich mich als Yogi/ni schminken und stylen und mich gar mit Mode beschäftigen oder Wert auf mein Äußeres legen?
  • Darf ich als Yogi/ni Alkohol trinken?
  • Darf ich als Yogi/ni auch Spaß haben?
  • Darf ich als Yogi/ni mit anderen Menschen nur über Belangloses reden?
  • Darf ich als Yogi/ni Fleisch essen?
  • Darf ich als Yogi/ni Sex haben?
  • Darf ich als Yogi/ni auch Wert auf Materielles legen?
  • uvm.

Wie „im Weltlichen“ gibt es auch in der yogischen Philosophie verschiedene Systeme und Betrachtungsweisen. Da gibt es welche, die sehr asketisch leben und andere, die das Leben in all ihren Facetten leben. Es gibt also wie immer keine allgemeingültige Antwort auf diese Fragen. Was „man“ „darf“ und was nicht, entscheidet jeder immer noch selbst.

Doch eins ist allen yogischen Philosophien gemeinsam: Yoga lehrt uns ein Leben in der Gegenwart mit Selbstverantwortung und Integrität zu führen. Und das bedeutet:

Aufmerksamkeit
Dem derzeitigen Moment die volle Aufmerksamkeit schenken und mein Bestes geben. Also nicht bedauern was war, nicht grübeln was sein könnte, sondern im sog. Hier und Jetzt leben.

Selbstverantwortung
Ich bin frei zu tun was mir in diesem Moment als das Richtige erscheint und trage dabei die Konsequenzen in vollem Umfang selbst. Weder meine Mitmenschen noch die Umstände sind für mein Denken, Handeln und Fühlen verantwortlich. Niemand ist verantwortlich für meine Lebensumstände.

Bewusstheit
Das was ich tue, tue ich mit reinem Herzen, ohne Berechnung. Ich rede und handle also zum höchsten Wohle aller, ich füge niemandem Schaden zu, um mich zu bereichern oder selbst in einem besseren Licht zu erscheinen.

Selbstvertrauen
Ich vertraue auf meine  Talente und Fähigkeiten, nutze sie und baue sie aus um sie gewinnbringend für mich und andere einzusetzen.

Einfachheit
Bedeutet, sich von allem zu trennen, dass einem nicht gut tut. Ich befreie mich von jeglichem Balast in meinem Leben. Innerlich und äußerlich. Heißt also zu entrümpeln. Das kann der Kleiderschrank sein, eine Person die mich ständig runterzieht, aber auch meine ständige Sucht nach mehr. Dem auf den Grund zu gehen kann wahre Erlösung bringen.

Zufriedenheit
Da ich selbst der Gestalter meines Lebens bin, entscheide ich mich, mein Leben so zu führen, dass ich in mir ruhen kann und zufrieden bin. Alles, was mich zutiefst zufrieden sein lässt, ist für mich richtig.

Betrachte und beachte ich also allein diese wenigen Punkte, erübrigen sich, für mich, einige Verhaltensweisen ganz von selbst. Welche Kleidung ich dabei trage, in welcher Form des Austauschs ich bin und ob ich dabei ein indisches oder fränkisches Getränk trinke ist, so glaube ich, zweitrangig. Leben ist genießen und so ist es auch mit dem Yoga. Für mich ist der Mittelweg der Richtige und für andere ein anderer.

Wir sehen uns auf der Matte. 😉 Namsté.

PS: Hier noch ein kleines Schmankerl: Yoga & Genuss