Quick-Tipp bei Bore-Out: Zeit für sich selbst

Zeit für sich selbst mag ironisch klingen in Anbetracht dessen, dass von Bore-Out – Betroffene während der Arbeitszeit schon Zeit „für sich selbst“ haben. Ich meine aber qualitativ gute Zeit, die du für dich nutzen kannst.

Wenn es dir in der Arbeit aktuell nicht möglich ist deine Zeit sinnvoll zu nutzen, dann frage dich: Wie kannst du heute etwas für die Dinge tun, die wirklich wichtig für dich sind? Wie kannst du heute deine Zeit sinnvoll nutzen? Wie kannst du heute das Beste aus deinem Leben machen? Und sei es nach den 8 Stunden Arbeit.

Denn: sich nach Feierabend intensiv mit etwas zu beschäftigen, kann vor Erschöpfung schützen.

Wenn du dich mit etwas intensiv beschäftigst, das dir Freude macht, kannst du nicht an die Arbeit denken oder zu viel grübeln. Dein Fokus liegt auf dem Positiven, dem, was dir Spaß macht. Und darum geht es bei den Erste-Hilfe-Tipps.

Forschungsergebnisse bestätigen, dass man ruhig ein bisschen Freizeitstress riskieren kann. Wissenschaftler ließen finnische Angestellte Fragebögen ausfüllen. Einige der Arbeitnehmer schalteten in der Freizeit regelmäßig ab, indem sie Beschäftigungen nachgingen, bei denen sie sich weiterentwickeln und zugleich entspannen konnten und die sie selbst bestimmten. Ihnen ging es ein Jahr darauf deutlich besser als anderen Probanden, die das nicht taten. Sie litten weniger unter Erschöpfung und konnten besser schlafen.

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Yoga-Quickie für’s Büro: Loslassen

Manchmal bemerken wir unseren Ärgern im ganzen Körper. Er manifestiert sich bis in die Knochen und wir sind angespannt. Die folgende Übung hilft dabei, alle Anspannung loszulassen.

Und so geht’s:

  1. Setze dich gerade auf deinen Bürostuhl.
  2. Deine Füße sind flach und parallel auf dem Boden.
  3. Dein Körpergewicht ist gleichmäßig auf die Gesäßknochen verteilt.
  4. Nun beuge deinen Oberkörper langsam gerade nach vorne.
  5. Lasse deinen Oberkörper anschließend ganz ruhig und entspannt, locker auf den Oberschenkeln ausruhen.
  6. Dabei Schultern und Nacken lockern.
  7. Die Arme und den Kopf schlaff nach unten hängen lassen.
  8. Bleibe ca. 30 Sek. lang so – oder so lange es angenehm ist, genieße das Loslassen.
  9. Dann wieder ganz langsam hochrollen.


Viel Spaß beim Üben. 🙂

Quick-Tipp bei Bore-Out: Lachen

Mit einem kurzen „Haha“ ist es nicht getan. Denn je länger und je öfter man lacht, desto intensiver sind die Effekte – und die sind erstaunlich heilsam.

Mit dem Lachen kommt auch das Wohlbefinden. Das kann nicht nur subjektiv empfunden, sondern auch biologisch belegt werden. Im limbischen System, einer evolutionsgeschichtlich alten Region im Gehirn, liegt das Zentrum für Gefühle.

Hier werden während des Lachens Glückshormone (Endorphine) produziert, die in die Blutbahn gelangen. Das merken wir daran, dass die Stimmung steigt. Aber lachen bewirkt noch etwas anderes im Körper: Während Endorphine freigesetzt werden, wird die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin unterdrückt. Die kurzzeitigen Veränderungen im Hormonhaushalt können so stark sein, dass sie helfen Schmerzen zu lindern.

Sogar das Immunsystem wird durch das Lachen angeregt. Sogenannte Antikörper, die der Körper zum Schutz vor Bakterien und Viren braucht, werden neu gebildet. Lachen hat also mindestens drei positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper: Die Abwehrkräfte werden gestärkt, der Stresspegel sinkt und zudem bringt der Hormonschub Glücksgefühle.
(Quelle: planet-wissen.de)

Es wirkt also stimmungsaufhellend, was vor allem dann wichtig ist, wenn man in einem Loch hängt. Und so kannst du dir Impulse für dein Lachen setzen:

  1. Beschäftigte dich einmal bewusst damit, was dich zum Lachen bringt: welche Art von Filmen, Witzen, Comics, Ereignissen etc. bringen dich zum schmunzeln oder lachen?
    Sammle diese bewusst und baue sie in deinen Alltag ein.
    Erstelle dir eine Liste mit all den Dingen, die dir Freude bereiten, die dich zum Lachen bringen, ein Lächeln zaubern, gute Laune machen. Wie wäre es mit einer persönlichen Lach-DVD oder einem Lach-Buch/einer Lach-Kollage auf die du jederzeit sofort zugreifen kannst?
  2. Lächle dir selbst bei jedem Anblick im Spiegel zu! Übe ein freundliches und warmes Lächeln, das du dir selbst zuwirfst.
  3. Suche dir bewusst die Gesellschaft fröhlicher Menschen um dich mitreißen zu lassen.
  4. Lächle andere, auch fremde Menschen an. Die meisten lächeln zurück. 🙂

Yoga-Quickie für’s Büro: Mini-Meditation bei Verspannungen

Eine weitere Möglichkeit, schnell runter zu kommen und sich ein paar Minuten abzuseilen ist folgende:

  1. Setz dich gerade auf der vorderen Kante deines Bürostuhls hin.
  2. Falte deine beiden Hände hinter dem Rücken wie zum Gebet.
  3. Strecke nun ganz sanft deine Arme mit den gefalteten Händen hinter dem Rücken nach oben.
  4. Versuche dabei die Schultern und den Nacken zu entspannen.
  5. Vielleicht schaffst du es sogar den Kopf auf der Lehne abzulegen.
  6. Halte diese Übung tief ein- und ausatmend für ca. 10 Sekunden.
  7. Wenn du schon etwas geübter bist, kannst du langsam zum gestreckten Rücken bahnen.
  8. Wiederhole diese Übung drei Mal.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

 

Quick-Tipp bei Bore-Out: Kontakt zu Anderen

Wieso ist jetzt der Kontakt zu anderen bei Bore-Out wichtig?

Wie bei anderen psychischen Erkrankung wie Burn-Out oder auch einer Depression (m.E. und je nach Phase) hilft es, in Kontakt mit Nahestehenden, mit Freunden zu sein. Es ist wichtig, sich nicht zu isolieren. Damit meine ich nicht, mal alleine zu sein. Das ist sogar sehr wichtig. Nur sich völlig abzukapseln gerade in einer schweren psychischen Phase ist nicht ratsam. Warum?

Freundschaften geben dem Leben einen Sinn. Das Gefühl, nicht allein auf der Welt zu sein, hilft nicht nur in schweren Zeiten dabei, den Alltag zu bewältigen.Freunde können bei vielen Entscheidungen helfen. Und es tut gut, mit einem engen Vertrauten über Probleme zu sprechen. Zu wissen, dass da Leute sind, die Verständnis für die eigene Situation haben und spüren, was zu tun ist wenn du ineinem Stimmungstief bist.

Mit Freunden tun wir Dinge, die Spaß machen. Freunde passen auf uns auf. Und sie sind auch für uns da, wenn wir mal nicht wir selbst sind.

Es gibt also genug Gründe, sich ein stabiles soziales Netz aufzubauen. Freunde zu finden und die Beziehungen dann noch zu pflegen, ist nicht immer leicht, auch weil der Alltag oft wenig Platz für regelmäßige Verabredungen lässt. Doch die Investition lohnt sich, denn – und da sind sich alle Wissenschaftler einig – wer gute Freunde hat, kommt leichter durchs Leben.

Lass deine Freundschaften intensiver werden und sich weiterentwickeln.

 

Yoga-Quickie für’s Büro: Nacken und Rücken dehnen

  1. Beginne mit der Anfangsentspannung.
  2. Bleibe auf deinem Stuhl sitzen, verteile dein Gewicht gleichmäßig auf die Gesäßknochen verteilen und schlage deine Beine locker übereinander.
  3. Lege zu Beginn das linke Bein über das rechte Knie.
  4. Lege dann deine Hand des rechten Arms auf die Außenseite des linken Knies.
  5. Atme ruhig und tief ein, strecke deinen Oberkörper.
  6. Atme aus und strecke dich langsam nach links zur Stuhllehne.
    Lege dabei am besten den linken Arm über die Stuhllehne.
  7. Halte diese Position für 10 Sekunden.
  8. Wiederhole diese Übung auf der anderen Seite, d.h., rechtes Bein über linkes Knie schlagen und nach rechts zur Stuhllehne drehen.
  9. Wiederhole die Übung so oft du möchtest, 3 Mal zu jeder Seite is eine gute Frequenz.
  10. Achte darauf, dich nicht zu überdehnen!
  11. Schließe die Übung ab indem du wieder zur Mitte kommst und dir eine Minute Zeit für eine ruhige und tiefe Atmung nimmst.

Viel Spaß beim Üben! 🙂

Quick-Tipp bei Bore-Out: der Blick auf’s Positive

Der Blick auf’s Positive? Was soll an dem Umstand eines Bore-Outs bitte positiv sein? Oh, er kann so viel Freiheit bedeuten und einen Schatz an Neuem, einen Nährboden für Kreativität heißen.

Versuch mal ganz offen und neugierig die Frage zu beantworten:

Was ist trotz allem das Gute an meiner Situation?

:: Vielleicht hast du nun Zeit, dich endlich dem Hobby zu widmen, das du schon so lange vor dich her schiebst.
:: Oder du kannst eine neue Sprache erlernen.
:: Oder eine Weiterbildung starten, auf die du schon vor Langem ein Auge geworfen hast.

… Ich bin mir sicher, du findest einiges, dass trotz allem gut an der Situation ist.

Das heißt nicht, dass du für immer in dieser Situation ausharren musst, aber der Blick auf das Gute kann dir dabei helfen, besser und gelassener für den Moment mit den Rahmenbedingungen klar zu kommen und den Fokus auf das zu legen, was machbar und umsetzbar ist. Und vielleicht deinem eigentlichen Traum und Wunsch vom Leben näher zu kommen.