Quick-Tipp bei Bore-Out: sich selbst hinterfragen

Manchmal spielen auch tief sitzende Überzeugungen eine Rolle dabei, weshalb es nicht so ganz klappen will. Du kannst nicht über deinen Schatten springen oder aus bekannten, bewährten aber doch einschränkenden Mustern kommen, wenn du es nicht wagst, Bestehendes in Frage zu stellen – und ändern zu wollen. Und das gilt nicht nur bei Bore-Out, sondern ganz Allgemein.

Vielleicht helfen dir diese Fragen, dich selbst besser kennenzulernen:

  • Was bedeutet das eigentlich für mich: Erfolgreich sein? Zu arbeiten?
    (Seine Vorstellung von etwas hinterfragen und damit greifbarer machen.)
  • Kann „man“ nur Spaß bei der Arbeit oder nur unzufrieden sein?
    (Stillschweigende Annahmen von etwas hinterfragen und damit auch Alternativen zulassen.)
  • Warum denke ich eigentlich, dass ich unzufrieden bin?
    (Seine Denkmuster hinterfragen und damit deren Ursachen aufdecken. Hier ist natürlich jedes andere, passendere Adjektiv einzusetzen)
  • Ist das wirklich wahr, was ich so denke? Wirklich, wirklich?
    (Die eigenen Beweggründe hinterfragen und damit gegebenenfalls aufbrechen.)
  • Wie denkt mein Elternhaus über Leistung / Arbeit …?
  • Warum hat x eigentlich zu mir gesagt, dass ich nicht gut genug bin?
    (Die Beweggründe anderer hinterfragen und damit gegebenenfalls neu bewerten.)

Wenn du es zunächst als ungewohnt empfindest, dir solche Fragen zu stellen, hilft dir vielleicht dir vorzustellen, du seist ein aufmüpfiges Kind, das fröhlich „das glaube ich nicht“ kräht, und erst dann von seinen Zweifeln lässt, wenn du ihm gute Gründe dafür lieferst. Mit diesem irritierenden Anzweifeln und der Suche nach den Hintergründen bist du schon ein gutes Stück weiter: nämlich nichts für gegeben hinzunehmen und alles und jeden zu hinterfragen. Auch sich selbst. 😉

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Yoga-Quickie für’s Büro: Koralle

Diese Übung stärkt die Muskulatur der ganzen Vorderseite, vitalisiert ganzheitlich und bringt die Energien zum Fließen.

So geht’s:

  1. Lehne dich nach hinten und hebe Beine und Arme.
  2. Schüttle zuerst die Füße und Hände: Unlust, Müdigkeit und jede Art von Pessimismus einfach abschütteln.
  3. Bewege dich dann wie eine Koralle, indem du Arme und Beine nach allen Seiten drehst und wendest, beugst und streckst.
  4. Setze dich abschließend wieder gerade hin, ziehe das eine Bein zur Brust und umarme es indem du kräftig ausatmest.
  5. Wiederhole dasselbe mit dem anderen Bein.
  6. 4mal wiederholen.

Viel Spaß beim üben! 🙂

Quick-Tipp bei Bore-Out: sich selbst entdecken

Um aus der ungeliebten Situation wieder herauszukommen, hilft es, sich mit den eigenen Fähigkeiten und Talenten auseinander zu setzen.

Nimm dir ein großes Blatt Papier und einen Stift und beantworte, so wie es für dich richtig ist, folgende Fragen:

Eigeneinschätzung

  • Welche Aufgabenstellungen / Tätigkeiten nehme ich gerne an?
  • Was fällt mir dabei leicht?
  • Was ist mir bei der Umsetzung wichtig?
  • Welche Tätigkeiten machen mir Freude und kosten mich wenig oder geben mir Energie?
  • Bei welcher Art von Aufgaben vergesse ich die Zeit?
  • Auf was freue ich mich am nächsten Tag, wenn ich abends ins Bett gehe?
  • Mit welchen Themen bschäftige ich mich gerne?
  • Wie müsste mein Traumberuf aussehen?
  • Wie möchte ich Leben und Arbeiten?
  • Wenn ich mich in meiner Wohnung / meinem Haus umsehe, lebt diese Person hier: …  (beschreiben, welchen Eindruck jemand Unbekanntes womöglich hätte)

Die Sicht der Anderen

  • Wofür bekomme ich von anderen positive Rückmeldungen?
  • Welche Eigenschaften mögen andere an mir?
  • Bei welchen Aufgaben bin ich anderen eine Hilfe?
  • Was kann ich besser als Andere?
  • Worum würde mich mein Vorbild beneiden?

Sich erinnern

  • Was habe ich als Kind und/oder Jugendliche gerne gemacht? Welche Hobbies hatte ich?
  • Wofür war ich in der Schule bekannt?

Integration

Kann ich meine Stärken gut nutzen? Kann ich sie in  meinem Alltag einsetzen? Erkenne ich einen roten Faden?

Trage deine Begabungen, dein Wissen und Können sowie deine Interessen zusammen und leite drei konkrete Tätigkeiten daraus ab, auf die du dich in Zukunft fokussieren willst. Achte darauf, dass dir diese Tätigkeiten Energie geben und dir leicht fallen.

Überlege dir, wie du es schaffen kannst, diese Tätigkeiten zukünftig in deinen Beruf oder auch in deinen privaten Bereich (wieder) zu integrieren und plane die ersten Schritte.

Yoga-Quickie für’s Büro: Power-Mudra

Diese Übung synchronisiert die beiden Gehirnhälften, hebt die Stimmung und verbessert den oberen Atem, der für die geistige Frische zuständig ist. Was kann man sich von einem Yoga-Quickie mehr erwarten? 🙂

So geht’s:

  1. Verschränke die Finger ineinander und lege die Hände an deine Brust.
  2. Drehe mit der Einatmung die Handinnenseiten nach außen und strecke die Arme.
  3. Beuge mit der Ausatmung die Arme und lege die Hände wieder an die Brust.
  4. Beuge und strecke die Arme mehrmals  – nach oben – nach unten – nach rechts und nach links.
  5. Lege danach die Hände verschränkt an den Hinterkopf.
  6. Drücke mit der Einatmung die Ellbogen nach hinten, mit der Ausatmung den Druck loslassen.
  7. Wiederhole diese Übung einige Male.

Viel Spaß beim üben. 🙂

 

Quick-Tipp bei Bore-Out: Chancen nutzen

In dem heutigen Blogartikel geht es darum, selbst aktiv zu werden und die gegenwärtige Phase auch als Chance zu betrachten. Und zwar mit dem Fokus auf den eigenen Arbeitsradius.

Überlege dir:

 

  • Welche Aufgaben Grenzen an deinen Arbeitsbereich, der für dich interessant ist?
  • Wie kann es dir gelingen, diese Grenzen weiter zu stecken und weitere Aufgaben zu übernehmen?
  • Welche Argumente überzeugen deinen Vorgesetzten, deinen Bereich zu erweitern?

 

Wenn du diese Fragen für dich geklärt hast, suche das Gespräch mit deinem Vorgesetzten. Denn wenn du dich mit deinen Aufgaben permanent unterfordert fühlst oder sie dich nicht interessieren, solltest du darüber reden. Unterbreite deinem Chef einen Lösungsvorschlag, wie du deine Arbeit künftig organisieren und strukturieren würdest, was dies ggf. für andere Arbeitsbereiche und damit Kollegen bedeuten könnte. Wichtig ist der Blick über den Tellerrand.

Lass dich nicht entmutigen wenn dein Chef nicht gleich begeistert zustimmt. Auch er muss erst über deinen Vorschlag nachdenken. Binde ihn aktiv mit ein: Was könnt ihr beide tun damit die Situation besser wird? Welchen Beitrag kann er leisten? Welche alternativen Vorschläge gibt es?

 

Yoga-Quickie für’s Büro: Hände reiben

Diese Übung regt den Kreislauf an, erfrischt geistig und seelisch und weckt deine Begeisterung.

So geht’s:

  1. Zuerst ein Glas Wasser trinken und ein Lächeln aufsetzen. 🙂
  2. Reibe nun kräftig deine Hände kräftig aneinander:
    zuerst die Innenseiten und danach mit der einen Hand den Handrücken der anderen (ca.3 Minuten lang).
  3. Klatsche zum Schluß in die Hände, klopfe die Handkanten und schüttle deine Hände leicht aus.

Quickiger geht’s wirklich nicht. 😉

Viel Spaß beim Üben. 🙂

 

Quick-Tipp bei Bore-Out: Bewegung

Es geht darum, sich mit den Erste-Hilfe-Tipps aus dem Loch zu helfen und sich selbst zu stärken um die nächsten Schritte anzugehen. Bewegung ist ein kleines Wundermittel, dess Bewegung wirkt sich auf beinahe jeden Teil von Körper, Geist und Seele positiv aus. Und es ist nie zu spät mit Sport anzufangen.

Sogar bei vielen chronischen Erkrankungen kurbelt Sport die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Die Stresswahrnehmung entsteht im vordersten Hirnareal, dem präfrontalen Kortex. Als entwicklungsgeschichtlich jüngster Teil des Gehirns verarbeitet der Vorderlappen permanent Milliarden von Informationen und filtert die relevanten Daten aus. Erst das ermöglicht rationales Handeln.

Das Problem: Wenn die Reize überhand nehmen, verstopfen sie den Vorderlappen – wie den Prozessor eines Rechners, auf dem zu viele Programme geöffnet sind. Wir fühlen uns überfordert, geraten in Stress. Das archaische Reaktionsmuster ist Bewegung: Wir wollen weglaufen oder werden aggressiv – stattdessen kanalisieren wir den Stress nicht mehr, sondern fressen ihn in uns rein.

Im EEG konnten Wissenschaftler zeigen, dass sich die elektrische Aktivität im Frontalkortex durch Sport deutlich herabsetzen lässt. Bei höheren Belastungen dominiert dagegen der Motorkortex, der die Bewegungen steuert. Dem Vorderlappen stehen dadurch weniger Ressourcen zur Verfügung, und die Aktivität wird heruntergefahren. Der Stress verfliegt.

Auch die Bildung von Testosteron springt bei anstrengendem Training an. Das Sexualhormon wirkt sich direkt auf die Psyche aus: Männer etwa, deren Testosteronproduktion nach einer Krebserkrankung der Prostata geblockt werden muss, droht eine Depression. Leicht erhöhte Testosteronspiegel können dagegen zu einer eher forschen und zuversichtlichen Lebenseinstellung führen.

Dabei ist es unwichtig welchen Sport du ausübst, sondern das du dich überhaupt bewegst. Überlege dir was dir früher als Kind/Jugendliche/r Spaß gemacht hat – vielleicht willst du daran anknüpfen; oder du hast Lust etwas Neues auszuprobieren wie Salsa tanzen oder bouldern oder oder oder … Die Vielfalt ist groß, lass dich inspirieren!