One Week Challenge: Nicht Jammern

Die Fastenzeit ist zwar schon lange vorbei aber ich möchte gerne eine Anregung aus meinem Artikel aufgreifen – Nicht Jammern.

Denn Jammern nervt. Jeder kennt so jemanden, dem es ständig schlecht geht, der immer ungerecht behandelt wird und bei dem garantiert alles schief läuft. Und irgendwann redet keiner gern mit demjenigen. Denn abgesehen davon, dass Jammern keinem weiterhilft, ist es in den allermeisten Fällen nicht nur nervig, sondern vor allem: hemmungslos übertrieben.

Mal zu Jammern und sich auszuk***** ist vollkommen in Ordnung, versteht mich nicht falsch. Aber wenn das zur Dauerbeschallung wird, dann kann das schon stark die Nerven strapazieren. Und ich nehme mich selbst natürlich auch nicht aus. Ich ertappe mich auch oft dabei, mich dazu hinreißen zu lassen über etwas zu Klagen, das die Sache gar nicht wert ist.

Deswegen rufe ich diese Woche zur Challenge aus und werde eine Woche nicht Jammern, Klagen, Lamentieren. Macht ihr mit?

Werbeanzeigen

Selbst-Coaching mit der SWOT-Analyse

Oft haben wir keine genaue Vorstellung unserer kurz- oder langfristigen Ziele. Und wenn wir selbst nicht wissen, wohin es gehen soll, können wir auch anderen, wie z.B. Mitarbeitern, keine Orientierung geben. Jedes neue Vorhaben wird mit Elan begonnen, doch mit der Zeit bleibt die Motivation auf der Strecke. Fehlende Resultate und Frustration sind die Folge. Wir brauchen einen Plan, der unsere besonderen Fähigkeiten auf die für uns richtigen Aufgaben bündelt. So können wir unser Potenzial voll aussschöpfen.

Ein erprobtes Instrument, um zu erkennen, wo die Kräfte eines Menschen gezielt eingesetzt werden können, und gerade im Business-Kontext, ist die SWOT-Analyse. SWOT steht für

SWOT-Grafik

Mit der Identifikation der persönlichen Stärken und Schwächen wird der Blick nach innen gelenkt, während die Erfassung der Chancen und Gefahren das jeweilige Umfeld beschreibt.

Die SWOT-Analyse wird häufig als Instrument in der strategischen Unternehmensplanungverwendet. Aber warum nicht für dich selbst nutzen?

Wenn du z.B. ein Orientierungsproblem hast oder nicht weiß, in welche Richtung du dich wenden sollst, kann eben diese SWOT-Analyse helfen, den für dich geeigneten Weg ausfindig zu machen. Dabei gehst du am besten folgendermaßen vor:

  • Nimm dir ausreichend Zeit um die Analyse für dich durchzuführen. Oftmals kennen wir theoretisch unseren Weg, unsere Antworten schon, aber wir nehmen uns zu wenig Zeit um uns so wirklich damit auseinanderzusetzen.
  • Schreibe dann einfach alles nieder, was dir zu den vier Punkten der SWOT-Analyse einfällt. Die Beispielfragen in der nachfolgenden Tabelle können dir helfen. Dabei hat es sich bewährt, zuerst mit der positiven Seite, also mit den Stärken und Chancen, zu beginnen und sich dann erst Gedanken über die Schwächen und Gefahren zu machen.
  • Wenn du deine Antworten auf die einzelnen Fragen gefunden hast, gilt es, diese zu strukturieren und daraus ein Ziel zu formulieren. Dabei ist die erste Aufgabe, die Chancen herauszuarbeiten. Diese sollten möglichst konkret und positiv formuliert sein. Zum Beispiel: „Ich werde die Kommunikation im Team durch regelmäßige Stand-up’s standardisieren und so unsere Leistungen und Ergebnisse verbessern.“
  • Im nächsten Schritt betrachtest du deine Stärken. Welche helfen besonders, das Ziel zu erreichen und sollten deshalb forciert werden? Überlege, wie du sie am wirkungsvollsten einsetzen kannst und prüfe anschließend, ob und wie du deine  Schwächen abfedern oder vielleicht sogar verhindern kannst. Welche Schwächen gefährden die Zielerreichung besonders und sollten deshalb als Lernfelder definiert werden? Lege dir Maßnahmen fest, mit denen du an diesen Schwächen arbeiten kannst.
  • Zuletzt nutzt du die Gefahren als Realitäts-Check. Ist das Ziel tatsächlich so attraktiv, dass die Gefahren in den Hintergrund treten? Lohnt es sich diesen Weg zu gehen, oder ist er vielleicht doch zu riskant? Scheint das Risiko zu hoch zu sein, versuche, das Ziel, bzw. die Chancen noch einmal zu überdenken und überprüfe, ob sie ausreichend genau und positiv beschrieben wurden. Bleiben die Chancen gleich, muss eine Strategie entwickelt werden, um das Risiko möglichst zu minimieren.

SWOT-Grafik_mit Fragen

Die SWOT-Analyse kannst du auch wunderbar für persönlichere Dinge nutzen oder auch – wenn du beispielsweise Führungskraft bist – auch mit deinem Mitarbeiter durcharbeiten.

Ich wünsche dir wunderbares Gelingen! 🙂

Kreativitätstypen

In den vorherigen Artikeln habe ich darüber geschrieben, dass jeder kreativ sein kann und das Talent dazu hat. Und dieses Talent kann entfaltet werden, wenn wir unsere Kreativitätsblockaden überwinden. Wenn du deine Stärken und Schwächen kennst, kannst du deine Blockaden gezielt angehen und herausfinden, welcher Kreativitätstyp du bist.

Nachfolgend findest du eine Übersicht der Kreativitätstypen – zu welchem davon fühlst du dich am ehesten hingezogen?

Kreativitätstypen

Manche finden sich auch in zwei bis drei Beschreibungen wieder. Das ist völlig normal, wir alle vereinen je nach Situation und Ausgangslage mehrere Aspekte in uns.

Wichtig ist, dass du deine Kreativität förderst und trainierst, da sie sonst wie jede Begabung auch, verkommt. Ich wünsche dir viel Spaß dabei. 🙂

Wie werde ich kreativ?

Aus Gesprächen mit Künstlern weiß man, dass Kreativität oft nur phasenweise auftritt. Du kennst das vielleicht aus der Arbeit, wenn du im Flow bist – du bist vollkommen bei der Sache und deinem Element, es fließt, die Arbeit geht dir leicht von der Hand. Der Maler – um bei der Kunst zu bleiben – kommt in seinem Flow mit dem Malen nicht mehr hinterher, der Komponist nicht mit dem Schreiben.

Das Ergebnis einer kreativen Phase oder eines Flows, ist immer mit einem Glücksgefühl, einer guten Stimmung, verbunden. Und genauso sind wir in einer entspannten Athmosphäre am ehesten in der Lage, Ideen zu entwickeln.

Das heißt also, dass wir nicht so einfach auf Befehl kreativ sein können. Kreative Phasen überfallen uns – „Mir kommt da gerade eine Idee“ sagen wir wohl eher als „Ich mache eine Idee“.

Für Kreativität müssen wir offen sein – wir müssen Einfälle zulassen und ihnen den Freiraum geben, sich entfalten zu können. In Stresssituationen oder wenn wir verbohrt und engstirnig sind, ist es unwahrscheinlich, dass wir kreativ sind. Um Ideen entwickeln zu können, brauchen wir

  • innere Ruhe
  • Stille um Konzentration zu fördern
  • Offenheit für Neues
  • Mut zum querdenken

Wenn du also etwas für deine Kreativtät tun möchtest, helfen dir möglicherweise folgende Anregungen dabei:

  • Mache dich frei von alten, vorgegebenen und bewährten Mustern und Denkstrukturen
  • Öffne dich für neue Informationen, Erfahrungen und Erkenntnisse
  • Sei offen für Überraschungen
  • Konzentriere dich auf Prozesse und nicht auf das Ergebnis
  • Vergiss was angeblich sein muss, soll, kann, sollte oder könnte
  • Werfe deine Ängste über Bord

Viel Erfolg. 🙂

Kreativität – muss man dafür Künstler sein?

Wie ist das bei dir? Welchen Typ Mensch hast du vor Augen wenn du an Kreativität denkst? Ich dachte früher hauptsächlich an Künstler. Leute, die gut malen können und vielleicht noch Tänzer. Ein wenig später, Menschen, die irgendwas gestalten. Ganz später – mit den Jahren an Berufserfahrung – hat sich mein Bild vollkommen gewandelt.

Inzwischen ist irgendwie jeder kreativ. Und vor allem innovativ. Kaum ein Unternehmen, dass diese Begriffe nicht im Slogan drin hat um Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Warum sind uns Kreativität  und Innovation so wichtig ?

Im Duden-Fremdwörterlexikon von 1962 wird der Begriff „Kreativität“ zu den seltenen gezählt. Erst mit Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre hält der Begriff Einzug bei einer breiteren Öffentlichkeit.

Und wer ist das nun, kreativ?

Wenn Kreativität so verbreitet ist, wie man heute glauben könnte, warum suchen Unternehmen dann so dringend nach kreativen Mitarbeitern? (Und werden oft nicht fündig?)

Begriffsklärung

Sprachgeschichtlich stammt das Wort Kreativität, kreativ aus dem lateinischen „creare“, was soviel bedeutet wie erschaffen. Es meint also ein gestalterisches, schöpferisches Potential.

Und diese Schaffenskraft kann sich in unterschiedlicher Hinsicht äußern. Im ästhetisch-künstlerischen Bereich ebenso wie in der Produktentwicklung, im zweckfreien Spielen mit Ideen ebenso wie im konkreten Lösen von Problemen.

Generell ist mit Kreativität also gemeint

  • die Fähigkeit zu gestalten
  • Erfahrungen neu zu kombinieren
  • Bestehendes zu verändern
  • neue Ideen zu finden und
  • Probleme zu lösen

Dabei findet Kreativität nicht im luftleeren Raum statt, sondern

  • baut immer auf der (Fach-) Kenntnis des Alten, Bewährten auf und
  • öffnet sich gleichzeitig durch neuartige Kombinationen von bekanntem Wissen für das Unbekannte, Neue

Ermöglicht wird dies durch ein Denken gegen Regeln, eine Abweichung von der Norm, ein Ausbrechen aus verfestigten Denkstrukturen.

Es verbinden sich Fantasie und Logik, Vorstellungskraft und folgerichtiges Denken. Kreatives Denken erfolgt unter ganzheitlichem Einsatz des Gehirns und beider Gehirnhälften. Des digitalen Denkens mit seiner Betonung von Rationalität und Logik und des analogen, bildhaften, spielerischen Denkens.

Als Spinner bzw. verkannte Genies gelten allerdings auch Menschen, deren neue Ideen nicht verstanden und akzeptiert werden.

Das bedeutet, dass eine Idee auch als positiv und wertvoll bewertet werden muss. Und zwar nicht nur von ihrem Schöpfer, sondern auch von dessen Umwelt.

Der Grund, weshalb viele Menschen nicht kreativ sind, liegt ganz banal darin, dass sie genau dies von sich glauben und ihr tägliches Handeln als Routine einstufen. Aber es kann jeder Mensch kreativ sein. Aus der Kreativitätsforschung lässt sich folgendes festhalten:

  1. Kreative Menschen glauben an ihre Fähigkeiten und steigern dadurch ihr Selbstwertgefühl.
  2. Nicht jeder kann auf besondere Weise kreativ sein, jeder hat aber Talent zur Kreativiät.
  3. Unser Gehirn ist unentwegt kreativ.

Allein die Tatsache, dass wir leben und uns so weit enwickelt haben, ist schon die Entfaltung unserer Kreativität. Das Leben stellt uns immer wieder vor neue Situationen und wir finden jedes Mal neue Lösungen, die uns positiv und wertvoll erscheinen. Wann hast du zuletzt eine verzwickte Situation gelöst? Oder ein Problem auf den Kopf gestellt? Oft stufen wir unsere Handlungen nicht als „kreativ“ ein obwohl wir es sind. Durch bestimmte Verhaltensweisen und vor allem unsere Einstellung dazu, kann Kreativität gefördert werden. Nur zu! 🙂