Mir doch egal was du über mich denkst

Mit „Lasse Redn“ haben Die Ärzte bereits 2007 einen Appell losgetreten, Menschen mehr sein zu lassen und sich nicht so sehr an Anderen zu orientieren. Sympathisch. Und obwohl jeder behauptet, keinen Wert auf die Meinung anderer zu legen, beschäftigen wir uns doch ständig damit was andere so über uns denken.

Und wir beschäftigen uns, wenn wir ehrlich sind, auch gerne mit Anderen. Vielleicht weil fremde Probleme angenehmer sind als die eigenen? Und man kann so wunderbar von sich selbst ablenken. Oder vielleicht ist das eigene Leben einfach zu langweilig?

Entscheidungen, die du für dich und dein Leben triffst, werden andere nicht unbedingt  mögen. Du kennst das: alleine der Name deines Kindes, der Jobwechsel, deine Trennung. You name it. Hinter diesen Veruteilungen stecken individuelle Erfahrungen, das individuelle Weltbild und dementsprechend oft auch Glaubenssätze.

Solange du aber hinter deinen Entscheidungen stehst, kann dir die Meinung anderer egal sein.

Dabei geht es mir nicht darum, dir zu empfehlen, den Ratschlag anderer zu ignorieren. Im Gegenteil. Diese können Gold wert sein. Aber dennoch musst du deine eigene Entscheidung treffen. Die, die für dich passend ist. Weil wir einzigartig sind und somit können unsere Leben nicht alle gleich aussehen.

Und ganz egal welche Entscheidungen du triffst – es wird immer irgendwen geben, der diese nicht akzeptiert. Aber: dich muss nicht jeder mögen. Geht ja auch gar nicht, sonst müsstest du dich jedes mal anpassen und dabei keine eigene Meinung vertreten. Und das würde bedeuten, dass du selbst nicht weißt wofür du stehst und dir auch nicht genug Selbstwert einräumst um so zu sein, wie du in Wirklichkeit bist.

Wahre Freiheit ist dann, wenn es dir vom Grunde deines Herzens einfach mal egal ist, was andere über dich denken. Solange du mit dir zufrieden bist, ist alles okay. Du weißt, dass dein Selbstwert nicht von anderen abhängt, sondern nur von dir selbst.

Aber wie wird es dir egal was andere über dich denken?

Wie immer ist es so, dass es nicht von heute auf morgen geht. Wenn du konsequent dran bleibst, dann wirst du es schaffen. Zum Beispiel so:

1. Mach dir dein Muster klar

Natürlich ist die berühmte Selbsterkenntnis der erste Schritt Richtung „Besserung“. Damit du überhaupt etwas verändern kannst, musst die darüber klar werden, wie du überhaupt tickst – wie du denkst und handelst.

  • In welchen Situationen hältst du dich zurück, nur um anderen zu gefallen?
  • Was tust du alles, um gut anzukommen und nicht anzuecken?
  • Wann denkst du besonders häufig darüber nach?

Immer, wenn dich dich dabei erwischt, wie du Anderen gefallen willst oder nach dem Mund redest, schreibst du es auf. Und dahinter schreibst du, wie du dich eigentlich lieber verhalten hättest. Du kannst bspw. auch konkrete Sätze formulieren. Das wird dir deine Reaktion das nächste Mal erleichtern.

So bekommst du nach und nach ein genaueres Bild darüber, in welchen Situationen deine Muster greifen und fängst an, so zu handeln, wie du eigentlich möchtest.

2. Realisiere, was dir wichtig ist

Wenn du nicht weißt, was dir wichtig ist – welche Motivationen du hast, Werte und Überzeugungen, kannst du natürlich auch nicht danach handeln. Begib dich also auf Spurensuche – je selbstBEWUSSTER du bist, desto mehr Selbstvertrauen entwickelst du und damit auch dein Selbstwertgefühl.

Und mit diesen Erfolgserlebnissen befreist du dich immer mehr von der Meinung anderer.

Fang also an, neue Dinge auszuprobieren und dir zu überlegen, was du wirklich willst im Leben. Du findest es heraus, indem du es einfach machst. Schreibe deine Ideen auf, erlaube dir zu träumen und setze sie einfach in die Tat um!

3. Entscheide

Such dir bewusst vielleicht erstmal einfachere Situationen, in welchen du Entscheidungen triffst. Übe dich darin, nach deinen Werten und Vorstellungen, die du im vorherigen Schritt entdeckt hast, zu handeln und dich zu entscheiden.

Du wirst sehen, es ist nicht so schlimm wie du es dir vorgestellt hast.

4. Stell dich deinen Ängsten

Wenn du feststellst, dass du anderen Menschen mehr Wert gibst als dir selbst, kann es sich lohnen zu überlegen, wovor du genau eigentlich Angst hast. Oder wenn du dich nicht traust, deine Idee umzusetzen. Dann mache genau das! Trau Dich!

Stell dich deinen Ängsten. Du wirst feststellen, dass dich jedes Mal ein Glücksgefühl übermannt und du dadurch diese Ängste hinter dir lässt.

Handeln is the key

Fakt ist, dass sich die wenigsten Dinge durch Nachdenken verändern. Wenn du mit etwas unzufrieden bist, dir einen anderen Zustand wünscht, musst du handeln!

Deinen eigenen Weg gehen, dich selbst kennenlernen und entdecken. Allein dadurch  verschwindet dein Muster von ganz alleine.

Viel Erfolg!

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