Das Happiness-Projekt 2019 – Teil 2

Die letzten zwei Tage hattest du idealerweise Zeit dir Gedanken darüber zu machen, was bei dir in 2019 überhaupt anders sein soll.

Heute geht’s an die Umsetzung und wie du in’s Tun kommst. Ich gebe dir meine Vorgehensweise an die Hand wie sie sich für mich bewährt hat. Natürlich kannst und sollst du das auf dich so anpassen wie du das brauchst und möchtest.

Schritt 1: Ziele einteilen

Jedes meiner Ziele (und vermutlich auch deiner Ziele) lässt sich ich in

  • Quartalsziele
  • Monatsziele
  • Wochenziele
  • Tagesziele

herunterbrechen. Das hilft, um eine Struktur in die Ziele zu bekommen und sie realisierbar zu machen. Wenn du wie ich 12 Ziele hast, kann dich das auf den ersten Blick überfordern. Sobald du sie aber kategorisiert hast, merkst du, dass es gar nicht mehr so uferlos aussieht.

Bei mir sieht das folgendermaßen aus:

Quartalsziele

  • Vortrag halten, z.B. bei 12min.me
  • Fallschirm springen
  • alleine einen Wochenendtrip in eine fremde Stadt machen
  • Meet-Up’s organisieren

Monatsziele

  • Sprachtandem organisieren
  • Youtube-Kanal mit Fachwissen ausbauen:
    2x/Monat Impuls-Videos, 1x/Monat Buzzword Bingo
  • 1x/Monat eine Person interviewen und das Interview auf meinem Youtube-Kanal hochladen

Wochenziele

  • 2x/Woche zusätzlich in’s Fitness-Studio
  • Mind. 1x/Woche meditieren
  • Youtube-Videos und Podcasts von bekannten Journalisten ansehen und Fragetechniken klauen

Tagesziele

  • Jeden Tag mind. 15 Minuten Yoga mit spezifischen Übungen
  • Podcasts in der jeweiligen Sprache hören

Schritt 2: Planen

Denn ohne Planung geht’s einfach nicht. Ich arbeite mich dabei von der Jahresplanung zur Tagesplanung runter – ich liebe das. 😀

Ich kenne meine bereits jetzt fixen Termine für 2019 und zusätzlich markiere ich mir alle Tage, die ich für mein Sidebusiness habe – das ist ein Wochentag pro Woche. „Das ist ja dann megaeinfach“, wirst du dir vielleicht denken. Ja, das kann sein. Aber ich habe mich bewusst für eine 4-Tage-Woche in Festanstellung entschieden, damit ich Zeit für mein Sidebusiness habe weil es mir einfach wichtig ist.

Jedenfalls plane ich im nächsten Schritt meine Quartalsziele. Ich weiß z.B. wann 12min.me immer stattfindet und habe mir den entsprechenden Tag im 2. Quartal eingeplant. Ich weiß jetzt, dass ich mind. 2 Wochen vorher den Vortrag schreiben will und mind. 6 Wochen vorher den Organisatoren Bescheid geben muss. Das trage ich mir auch gleich ein.

Genauso gehe ich bei den Monatszielen vor. Ich plane mir jeweils einen ganzen Sidebusiness-Tag für Videodrehs ein und einen Nachmittag im Monat für das Sprachtandem.

Bei den Wochenzielen orientiere ich mich an dem, was in der jeweiligen Woche ansteht. Dafür knöpfe ich mir dann jede Woche meinen Kalender vor und plane aktiv meine Ziele mit ein. Da z.B. Geschäftsreisen noch nicht zu 100% stehen, gehe ich vom heutigen Stand aus. Z.B. suche ich mir Hotels mit Fitnessstudio, dann kann ich das schon mal integrieren. Oder wenn ich abends im Hotelzimmer bin, kann ich mir Videos ansehen.

Und bei den Tageszielen hilft meine Morgen-/Abendroutine, die ich dir hier schon mal vorgestellt habe.

So viel Spaß das Planen auch macht, darf die Leichtigkeit natürlich nicht fehlen. Hab Spaß dabei!

Schritt 3: Plane Retrospektiven ein

Es wird vorkommen, dass dich das Gefühl beschleicht, dass alles trotz Planung aus dem Ruder läuft. Daher ist es wichtig, sich regelmäßig „Retrospektiven“ einzubauen. Wenn du deine neue Woche planst, kannst du das im kleinen auch schon integrieren. Ich selbst mache das ein mal im Monat, ebenfalls an meinem Sidebusiness-Tag.

Nachfolgender Canvas hilft dir möglicherweise dabei, deine Ziele regelmäßig neu zu bewerten und auszurichten.

Happiness Starfish Retrospektive

Schritt 4: Belohne dich!

In meinen Augen absolut unterschätzt. Wir nehmen uns so viele Dinge vor, die irgendwann selbstverständlich werden. Aber um motiviert zu bleiben und dir vor Augen zu führen, dass du wirklich stolz darauf sein kannst was du erreicht hast, solltest du dir überlegen, womit du dich belohnen kannst wenn du Teilziele erreichst hast oder auch alle Ziele. Gönn dir! 😀

Mich persönlich würde es sehr motivieren, wenn wir uns gegenseitig inspirieren und unsere Fortschritte zeigen. Folge mir auf facebook oder Insta um Teil der Community zu werden und motiviert zu bleiben!

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass 2019 nun wirklich und endlich DEIN Jahr wird oder du ganz einfach deine Ziele umsetzen kannst.

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Das Happiness-Projekt 2019 – Teil 1

Letztens habe ich in einem großen sozialen Netzwerk folgenden Spruch gelesen:

„Das wird mein Jahr.“ – Ich, seit 1990

Vermutlich fühlen sich die meisten angesprochen, können mitfühlen und lachen darüber. Ich finde es auch lustig. Aber trotzdem habe ich mir die Frage gestellt, warum das so ist und warum so viele Menschen es nicht hinbekommen, dass Neue Jahr zu IHREM Jahr zu machen.

Schwere Schicksalsschläge machen ein Jahr unbestritten einfach schlecht. Aber Vieles hat jeder von uns selbst in der Hand, so auch den Umgang mit bestimmten Situationen.

In meinen Augen sind viele orientierungs- und ziellos, wissen gar nicht was sie von dem Neuen Jahr überhaupt erwarten. Kein Wunder das es dann nicht IHR Jahr geworden ist.

Und ein Jahr, dass MEIN Jahr geworden ist, ist ein glückliches Jahr. Deshalb stelle ich 2019 unter das Motto DAS HAPPINESS-PROJEKT und lade euch alle dazu ein, mitzumachen.

Und so gehe ich vor:

Das happiness projekt Canvas

Ich arbeite mich dabei von innen nach außen und beschäftige mich zuerst mit dem WAS? Ich überlege mir, um welche Lebensbereiche es geht und warum ich diese angehen will. Ich entscheide mich für max. drei, sonst überfordere ich mich.

Tipp

Du kannst auch generell erst einen Status Quo aufnehmen und dir überlegen wie es um deine jeweiligen Lebensbereichen bestellt ist und dann priorisieren indem du bspw. die drei aussuchst, in denen du am unglücklichsten bist.

Nach dem Haus des Lebens sind die fünf Lebensbereiche:

  • Gesundheit
  • Finanzen
  • Beziehungen
  • Persönlichkeit
  • Beruf (Sinn des Lebens)

Du kannst deine Lebensbereiche so benennen wie du das möchtest und für sinnvoll erachtest. Manche nehmen z.B. noch Umgebung/Räumliches dazu.

Tipp

Übrigens kannst du – wenn du mit der Vorlage arbeitest – entweder jeden Lebensbereich mit farbigen Haftnotizen kennzeichnen oder die Vorlage wie ein Spinnennetz graphisch unterteilen. Ich persönlich arbeite mit Haftnotizen.

Ich habe mich für diese drei Lebensbereiche entschieden:

  • Beruf – weil ich mein Sidebusiness ausbauen und professionalisieren möchte
  • Persönlichkeit – weil ich mich weiterentwickeln und über meine Grenzen hinaus gehen möchte
  • Gesundheit – weil ich schmerzfrei und fit sein möchte

Du könntest dich z.B. für Finanzen entscheiden weil du unabhängiger sein möchtest. Oder für Beziehungen, weil du deine Freundschaften gerne besser pflegen willst.

Als nächstes packe ich das WODURCH? an. Also welche konkreten Ziele verbergen sich hinter meinen Lebensbereichen. Dabei ist wichtig, so genau wie möglich das Ziel zu beschreiben.

Wenn du z.B. den Bereich Beziehungen verbessern willst, überlegst du dir jetzt was das für dich bedeutet. „Mehr mit Freunden treffen“ ist kein konkretes Ziel. Wirklich genau wäre es, wenn du schreibst „Mind. 1x/Woche mit einem Freund Essen gehen“.

Bei mir sieht das so aus:

Beruf

  • Ich möchte meine Interviewskills so verbessern, dass meine Fragetechnik noch geschickter wird
  • Ich möchte mein Fachwissen weitergeben und für ein neues HR-Verständnis sensibilisieren

Persönlichkeit

  • Ich möchte mich meinen drei größten Ängsten stellen:
    vor großen Menschenmengen sprechen, zu fallen und alleine zu sein
  • Ich möchte meine Spanisch- und Französischkenntnisse in jeweils 4 Monaten wieder auf ein solches Niveau bringen, das mich befähigt, mich mit anderen wirklich unterhalten zu können

Gesundheit

  • Bis Juni 2019 möchte ich mich körperlich auf einen gesundheitlichen Zustand bringen, der es mir ermöglicht, im Alltag schmerzfrei zu sein
  • Gleichzeitig möchte ich mir Ruhezeiten gönnen um auch mental fit zu bleiben

Der letzte Schritt in der Orientierungs- oder Planungsphase ist das WOMIT? Hier geht es darum, sich konkret zu überlegen wie die Ziele erreicht werden können. Je einfacher desto besser weil alltagstauglicher. Wenn du im Laufe des Jahres merkst, dass es auch größer werden kann, kannst du deine Maßnahmen natürlich jederzeit anpassen.

Meine Ideen sehen so aus:

Beruf

  • 1x/Monat eine Person interviewen und das Interview auf meinem Youtube-Kanal hochladen
  • Youtube-Videos und Podcasts von bekannten Journalisten ansehen und Fragetechniken klauen
  • Meet-Up’s organisieren
  • Youtube-Kanal mit Fachwissen ausbauen:
    2x/Monat Impuls-Videos, 1x/Monat Buzzword Bingo

Persönlichkeit

  • Vortrag halten, z.B,.bei 12min.me
  • Fallschirm springen
  • alleine einen Wochenendtrip in eine fremde Stadt machen
  • Podcasts in der jeweiligen Sprache hören
  • Sprachtandem organisieren

Gesundheit

  • Jeden Tag mind. 15 Minuten Yoga mit spezifischen Übungen
  • 2x/Woche zusätzlich in’s Fitness-Studio
  • Mind. 1x/Woche meditieren

Ist das nicht zu viel?

Du wirst dich vielleicht fragen ob das nicht zu viele Ziele auf ein mal sind. Kann sein. Aber es kommt auch darauf an wie ich diese Ziele verteile und wie ich sie sinnvoll in meinen Alltag integriere. Im nächsten Post (erscheint übermorgen) schlage ich dir eine Vorgehensweise dazu vor, die sich für mich bewährt hat.

Warum mache ich das?

Tja, und warum chille ich nicht einfach mein Leben? Für manche mag mein Plan Stress bedeuten. Aber das ist mein Plan weil ich so bin und das brauche um glücklich zu sein.

Gerade was die Ängste betrifft, stelle ich stelle die Annahme auf, dass über die eigenen Grenzen zu gehen und seine Ängste zu überwinden, nicht nur eine enorme Entwicklung ist, sondern diese zu überwinden auch Stolz bedeutet. Und das ist für mich Glück.

Außerdem möchte ich nicht stehen bleiben sondern mich weiterentwickeln. Ich bin überzeugt davon, dass dieses „einfach machen“ wesentlich dazu beiträgt glücklich zu sein. Ich liebe es, mich selbst zu challengen und selbst wenn ich scheitere, lerne ich daraus weil ich dann die Chance habe, meine Vorgehensweise auf den Prüfstand zu stellen und auch dann etwas Neues zu lernen. Vor allem über mich.

So simpel diese Vorgehensweise erscheinen mag, so wenige Menschen stellen sich diese Fragen tatsächlich oder denken ihre Vorhaben zu Ende. Deswegen ist es wichtig, sich die Zeit mal zu nehmen und sich zu fragen, was man in seinem Leben eigentlich erreichen will.

Wenn du andere Ideen hast, wie ich meine Ziele noch umsetzen kann, freue ich mich über deinen Kommentar. Und noch mehr freue ich mich, wenn du Lust hast dich dem HAPPINESS-PROJEKT anzuschließen und vielleicht sogar eine kleine Community entsteht, in der wir uns gegenseitig motivieren und bestärken können dran zu bleiben.

 

Was du brauchst um Gewohnheiten zu verändern

Unser Leben wird bestimmt von unseren Gewohnheiten, ob wir wollen oder nicht. Mit manchen kommen wir super durch den Alltag, andere sind nervig oder stehen uns sogar im Weg.

Wie wir morgens in den Tag starten, welche Musik wir hören, wie wir unsere Arbeit organisieren, was wir Essen, wie wir reden, ob wir Sport machen und wie. Hinter all dem stecken Gewohnheiten. Und die machen bis zu 50% unseres täglichen Handelns aus. Sie sind so eingeübt, dass sie uns gar nicht mehr auffallen, es ist ein Automatismus.

Und was eingeschliffen ist, ist schwer zu verändern. Egal ob positiv oder negativ. Da wundert es dann nicht, wenn wir nach einer Weil frustriert aufgeben, wenn wir eneue Gewohnheit nicht gleich nach ein paar Tagen verinnerlicht haben.

Es kursieren ja allerhand verschiedene Zahlen durch das Internet, die belegen sollen, wie lange es braucht um Gewohnheiten tatsächlich zu verändern:

21 Tage

Eine Zahl, die ihren Ursprung in den 1950er Jahren findet, als der plastische Chirurg Maxwell Maltz feststellt, dass seine Patienten durchschnittlich 21 Tage brauchen, um sich an die Veränderung nach einem chirurgischen Eingriff zu gewöhnen.

Eine Zahl, die vor allem von Beratern geschickt aufgegriffen und vermarktet wurde. Zu behaupten, jegliche Gewohnheit in 21 Tagen ändern zu können, ist schlichtweg Quatsch.

30 Tage

Problem erkannt, Problem gebannt. 21 Tage sind zu kurz, also wurde der Zeitraum einfach auf 30 Tage erhöht. Das ergibt einen ganzen Monat, klingt rund, vielversprechend, einfach.

Und ist genauso falsch.

Klar, nach 30 Tage sind die Chancen höher etwas zu verändern aber nicht dauerhaft. Der Zeitraum hilft allenfalls, etwas Neues auszuprobieren und anschließend zu beurteilen ob es einem taugt.

66 Tage

Das ist jetzt zumindest eine Zahl, die einer Studie entspringt. In der Studie ging man der Frage nach, wie lange es dauert, eine Gewohnheit zu ändern und wurde mit 96 Teilnehmern durchgeführt.

Die Teilnehmer mussten sich für eine ihrer Gewohnheiten entscheiden sie zu ändern und wurden täglich gefragt, inwiefern das neue Verhalten schon in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Ergebnis war, dass im Durchschnitt bei allen Teilnehmern nach 66 Tagen ein stabiles Niveau erreicht wurde.

Jetzt das Aber. ABER!

Die Dauer, die die Teilnehmer für die Veränderung brauchten, variierte zwischen 18 und 254 Tagen. Die 66 Tage sind nur ein Mittelwert, der zwar für einen großen Teil, aber nicht für alle zutrifft.

Ob es dir gelingt, etwas zu verändern, hängt von vielen Faktoren ab. Daher schwankt auch die Anzahl der Tage, die du für eine Veränderung brauchst. Hier ein paar Beispiele:

Schwierigkeitsgrad

Was einfach umzusetzen ist, ist schnell antrainiert. Je schwieriger also eine Gewohnheit ist, desto länger dauert es. Damit ist zum Beispiel erklärbar, warum es mehr Abnehmer von Schlankheitspillen gibt als Leute, die Sport machen. Eine Pille ist schnell eingeworfen, Sport zu machen stellt sich schon als komplexer heraus.

Alter der Gewohnheit

Was wir Zeit unseres Lebens mit uns herum schleppen weil wir es seit unserer Kindheit so eingeübt haben, ist selten in kurzer Zeit wieder loszuwerden. Überleg dir das mal: du bist es gewohnt, seit X Jahren (X = dein Lebensalter) auf eine bestimmte Art zu handeln. Und jetzt willst du dieses Verhalten oder diese Gewohnheit innerhalb kürzester Zeit verändern oder loswerden. Das kann gar nicht funktionieren. Ausnahmen ausgeschlossen natürlich.

Disziplin

Ja, es ist einfach so. Wer etwas verändern will, muss halt auch was dafür tun und dran bleiben. Das ist ein entscheidender Faktor. Wer abnehmen will, muss eben konsequent dran bleiben und darf sich nicht wundern, dass bei ein Mal pro Woche Sport und gleicher Ernährung nichts passiert. Abnehmen ist ein so wunderbares Beispiel.

Viele machen aber auch gerne ihr Umfeld dafür verantwortlich. Sie können nicht abnehmen weil der Bäcker an der Ecke in der Auslage einen so tollen Kuchen stehen hat. Oder die Kollegin hat wieder leckere Teilchen mitgebracht.

Nein! Es liegt allein an dir und deiner Einstellung dazu.

Motivation

Willst du zu einem Morgenmenschen werden nur weil du gelesen hast, dass es die besseren Menschen sind? Dann ist vollkommen klar, dass aus deinem Vorhaben nichts werden kann. Wie bei den Neujahresvorsätzen.

Die Motivation, etwas zu verändern, können aber durch außergewöhnliche Ereignisse durchaus beeinflusst werden und Veränderungen auf ein Niveau zulassen, das uns als nicht möglich erschien.

Menschen, die im Sterben lagen, ändern häufig ihr komplettes Leben. Raucher, denen Lungenkrebs diagnosiziert wurde, hören mit dem Rauchen auf. Menschen, bei denen Diabetes festgestellt wird, verändern ihre Essgewohnheiten. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Du kennst sicher einige eigene Beispiele.

Der Clue hierzu ist die Emotion. Mit solchen Ereignissen werden große Emotionen verbunden und können sich deswegen im Hirn schnell festsetzen.

Frühere Erfahrungen

Wenn du festgestellt hast, dass du früher nicht weit gekommen bist mit Veränderungen, wird sich diese Erfahrung bei dir einprägen. Aber genauso auch die erfolgreichen Veränderungen. Mach dir bewusst, was du in deinem Leben schon erreicht und verändert hast. Mit jeder erfolgreichen Gewohnheitsänderung verkürzt sich die dafür benötigte Zeit.

Interessen

Du möchtest deine Ernährung umstellen und jeden Tag etwas Gesundes kochen? Wenn dir Kochen nicht liegt, wirst du dir damit schwer tun und du wirst lange dafür brauchen.

Du besitzt Rythmusgefühl und hast ein Ohr für Musik? Dann wirst du wahrscheinlich  deutlich weniger Zeit brauchen, täglich mit dem Tanzen zu üben.

Was dir leicht von der Hand geht und deinen Interessen entspricht, verkürzt die Zeit zum Ändern einer Gewohnheit oder dir eine neue anzutrainieren.

Schmerz

Je höher der Schmerz ist, und je niedriger deine Fähigkeit ist, diesen zu ertragen, desto schneller geht es mit der Veränderung. Wir kennen das ja: Menschen ändern sich oft erst, wenn der Schmerz zu groß wird.

Ein Klassiker ist der Job. Wie viele Menschen in deinem persönlichen Umfeld kennst du – dich eingeschlossen – die mit ihrem Job unzufrieden sind aber nichts daran ändern (wollen)? Da spielt zum einen sicher Bequemlichkeit eine Rolle aber eben auch der damit verbundene Schmerz. Wenn alles auf die Waagschale geschmissen wird, ist der Schmerz dann wohl doch nicht so hoch.

Zu viel auf einmal

Wenn du dir zu viel auf einmal vornimmst, zu viele Gewohnheiten gleichzeitig verändern willst, wirst du früher oder später daran verzweifeln weil es dich überfordert. Manchmal bringt die Veränderung einer Gewohnheit eine zusätzliche Neue mit sich oder die Veränderung einer weiteren, quasi als Nebenprodukt.

Bleib locker und sei geduldig mit dir. Und achte darauf, dass sich deine Änderungsziele nicht widersprechen.

Vorbereitung

Einer der größten Fehler ist es, sich nicht richtig auf eine Änderung vorzubereiten.

Wenn du zum Läufer werden willst und sofort damit beginnst, ist das Scheitern fast schon vorprogrammiert. Dir fehlen die richtigen Schuhe und nach der ersten Runde schmerzen dir deswegen die Knie.

Spontan ist gut aber durchdacht ist besser. Damit steigt die Chance um ein Vielfaches, eine Gewohnheit erfolgreich zu ändern. Analog dazu verkürzt sich die dazu benötigte Zeit, weil du viel weniger Rückschläge verkraften musst.

Wunder geschehen zwar immer wieder aber bei der Veränderung von Gewohnheiten wohl eher weniger. Mach dir also ganz bewusst, was du brauchst, um eine ungeliebte Gewohnheit auch wirklich verändern zu können oder eine Neue anzutrainieren.

Mir doch egal was du über mich denkst

Mit „Lasse Redn“ haben Die Ärzte bereits 2007 einen Appell losgetreten, Menschen mehr sein zu lassen und sich nicht so sehr an Anderen zu orientieren. Sympathisch. Und obwohl jeder behauptet, keinen Wert auf die Meinung anderer zu legen, beschäftigen wir uns doch ständig damit was andere so über uns denken.

Und wir beschäftigen uns, wenn wir ehrlich sind, auch gerne mit Anderen. Vielleicht weil fremde Probleme angenehmer sind als die eigenen? Und man kann so wunderbar von sich selbst ablenken. Oder vielleicht ist das eigene Leben einfach zu langweilig?

Entscheidungen, die du für dich und dein Leben triffst, werden andere nicht unbedingt  mögen. Du kennst das: alleine der Name deines Kindes, der Jobwechsel, deine Trennung. You name it. Hinter diesen Veruteilungen stecken individuelle Erfahrungen, das individuelle Weltbild und dementsprechend oft auch Glaubenssätze.

Solange du aber hinter deinen Entscheidungen stehst, kann dir die Meinung anderer egal sein.

Dabei geht es mir nicht darum, dir zu empfehlen, den Ratschlag anderer zu ignorieren. Im Gegenteil. Diese können Gold wert sein. Aber dennoch musst du deine eigene Entscheidung treffen. Die, die für dich passend ist. Weil wir einzigartig sind und somit können unsere Leben nicht alle gleich aussehen.

Und ganz egal welche Entscheidungen du triffst – es wird immer irgendwen geben, der diese nicht akzeptiert. Aber: dich muss nicht jeder mögen. Geht ja auch gar nicht, sonst müsstest du dich jedes mal anpassen und dabei keine eigene Meinung vertreten. Und das würde bedeuten, dass du selbst nicht weißt wofür du stehst und dir auch nicht genug Selbstwert einräumst um so zu sein, wie du in Wirklichkeit bist.

Wahre Freiheit ist dann, wenn es dir vom Grunde deines Herzens einfach mal egal ist, was andere über dich denken. Solange du mit dir zufrieden bist, ist alles okay. Du weißt, dass dein Selbstwert nicht von anderen abhängt, sondern nur von dir selbst.

Aber wie wird es dir egal was andere über dich denken?

Wie immer ist es so, dass es nicht von heute auf morgen geht. Wenn du konsequent dran bleibst, dann wirst du es schaffen. Zum Beispiel so:

1. Mach dir dein Muster klar

Natürlich ist die berühmte Selbsterkenntnis der erste Schritt Richtung „Besserung“. Damit du überhaupt etwas verändern kannst, musst die darüber klar werden, wie du überhaupt tickst – wie du denkst und handelst.

  • In welchen Situationen hältst du dich zurück, nur um anderen zu gefallen?
  • Was tust du alles, um gut anzukommen und nicht anzuecken?
  • Wann denkst du besonders häufig darüber nach?

Immer, wenn dich dich dabei erwischt, wie du Anderen gefallen willst oder nach dem Mund redest, schreibst du es auf. Und dahinter schreibst du, wie du dich eigentlich lieber verhalten hättest. Du kannst bspw. auch konkrete Sätze formulieren. Das wird dir deine Reaktion das nächste Mal erleichtern.

So bekommst du nach und nach ein genaueres Bild darüber, in welchen Situationen deine Muster greifen und fängst an, so zu handeln, wie du eigentlich möchtest.

2. Realisiere, was dir wichtig ist

Wenn du nicht weißt, was dir wichtig ist – welche Motivationen du hast, Werte und Überzeugungen, kannst du natürlich auch nicht danach handeln. Begib dich also auf Spurensuche – je selbstBEWUSSTER du bist, desto mehr Selbstvertrauen entwickelst du und damit auch dein Selbstwertgefühl.

Und mit diesen Erfolgserlebnissen befreist du dich immer mehr von der Meinung anderer.

Fang also an, neue Dinge auszuprobieren und dir zu überlegen, was du wirklich willst im Leben. Du findest es heraus, indem du es einfach machst. Schreibe deine Ideen auf, erlaube dir zu träumen und setze sie einfach in die Tat um!

3. Entscheide

Such dir bewusst vielleicht erstmal einfachere Situationen, in welchen du Entscheidungen triffst. Übe dich darin, nach deinen Werten und Vorstellungen, die du im vorherigen Schritt entdeckt hast, zu handeln und dich zu entscheiden.

Du wirst sehen, es ist nicht so schlimm wie du es dir vorgestellt hast.

4. Stell dich deinen Ängsten

Wenn du feststellst, dass du anderen Menschen mehr Wert gibst als dir selbst, kann es sich lohnen zu überlegen, wovor du genau eigentlich Angst hast. Oder wenn du dich nicht traust, deine Idee umzusetzen. Dann mache genau das! Trau Dich!

Stell dich deinen Ängsten. Du wirst feststellen, dass dich jedes Mal ein Glücksgefühl übermannt und du dadurch diese Ängste hinter dir lässt.

Handeln is the key

Fakt ist, dass sich die wenigsten Dinge durch Nachdenken verändern. Wenn du mit etwas unzufrieden bist, dir einen anderen Zustand wünscht, musst du handeln!

Deinen eigenen Weg gehen, dich selbst kennenlernen und entdecken. Allein dadurch  verschwindet dein Muster von ganz alleine.

Viel Erfolg!

Die Masken, die wir tragen

Jeder von uns nimmt in seinem Leben unterschiedliche Rollen ein und sie verändern sich im Laufe unseres Lebens. Wir sind Tochter oder Sohn, Schwester oder Bruder, Freund oder Freundin, Ehemann oder Ehefrau, Partner oder Partnerin, Angestellte/r, Chef/in, Tänzer/in, etc. In jeder dieser Rollen verhalten wir uns unter Umständen auf verschiedene Art und Weise weil es in dieser Situation so sein muss, weil es in eben dieser Rolle so sein muss. Und das ist auch gut so.

Im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung entwicklen wir auch ein Bild von uns selbst, eine Vision, ein Ziel, wie wir sein möchten. Und auch das ist gut so. Ziele sind wichtig und über sich hinaus zu wachsen ist ebenfalls wichtig, sonst weiß man ja gar nicht welche Potentiale in einem selbst verborgen sind und wie weit die eigene Komfortzone ausgedehnt werden kann.

Problematisch wird es nur dann, wenn wir eine Maske aufsetzen und nicht mehr authentisch leben. Und alle denken, du seist authentisch obwohl es in dir ganz anders aussieht. Wenn du auf Gedeih und Verderb deine Rolle von dir selbst so spielst als wärst du in einem Dauerkinofilm. Wenn du eine Maske aufsetzt.

Viele Menschen verstecken sich hinter einer Maske, um ihr wahres ICH zu schützen. Sie errichten eine Schutzmauer, hinter der sie sich verstecken, weil sie denken, dass sie so ihre Gefühle schützen können. Sie haben Angst, verletzt zu werden, deshalb entscheiden sie sich, niemanden richtig nah an sich ranzulassen und verschliessen ihr Herz, sodass sie nicht angreifbar sind.

Masken und Rollen kosten viel Energie, Konzentration, Gesundheit.

Diese Energie kannst du für etwas anderes einsetzen, wenn du wüsstest das du diese Rolle oder Maske nicht benötigst.

Warum kannst du nicht sein, wer du bist? Dein Ziel verfolgen und dabei trotzdem authentisch bleiben? Dir selbst, deinen Werten treu bleiben? Mit welchem Verhalten bekommst du das Maximum an Aufmerksamkeit?

Wer bist du ohne deine Maske(n)?

Und: Wann ruhst du in dir selbst?

Es kann sich lohnen, die Gedanken darüber zu machen, wer du eigentlich bist, ohne alle deine Masken.

 

 

 

Warum der letzte Eindruck wichtiger ist als der erste

Es wird ja immer erzählt, dass der erste Eindruck so wichtig ist und das nur dieser zählt. Es gibt viele Statements dazu, eins davon ist:

Es braucht …

  • 7 Sekunden um einen ersten Eindruck zu hinterlassen
  • 7 Minuten um ihn zu revidieren
  • 7 Jahre um aus der Schublade wieder rauszukommen

Ich weiß nicht ob das so ganz richtig ist, vor allem wenn wir über Empathie und Menschenkenntnis sprechen. Ich gehe damit d’accord, dass ein erster Eindruck wichtig für bspw. Präsentationen ist oder bei einem Geschäftstermin.

Ich möchte das aber gerne umkehren und behaupte, dass der letzte Eindruck womöglich entscheidender und wichtiger ist. In meinen Augen kannst du damit innerhalb von einem Augenblick zerstören, was du vorher aufgebaut hast.

Z.B. wenn jemand sagt, wie wichtig es ist, Menschen gleich zu behandeln, der-/diejenige die ganze Zeit über sich in deiner Gegenwart auch entsprechend verhält, du aber beim verabschieden mitbekommst, wie der Umgang mit dem Garderobenpersonal ist.

Oder – der Klassiker, weil man es ständig nachlesen kann – wie jemand ein Unternehmen verlässt. Oder wie du eine Veranstaltung verlässt oder dich im Vorstellungsgespräch verabschiedst: Wer auf den letzten Metern nicht mehr durchhält, macht sich seine ganzen mühsam aufgebauten Beziehungen zunichte, verliert „Land“, das er nicht wiedergutmachen kann. Er verbaut sich zukünftige Chancen.

Wie sich jemand „vom Acker macht“, welchen letzten Eindruck er oder sie hinterlässt, sagt viel über dessen Persönlichkeit aus. (Was einen eigenen Blogbeitrag wert wäre).

Vielleicht lässt es sich mit folgendem Spruch gut ausdrücken:

Der erste Eindruck zählt (oder färbt das Urteil), der letzte Eindruck bleibt.

Daher meine Einladung an dich zu reflektieren: Wie willst du in Erinnerung behalten werden?

Was heißt es eigentlich, über Menschenkenntnis zu verfügen?

Ich muss ja manchmal (innerlich, aber ab und zu auch laut) lachen, wenn mir jemand erzählt, über Menschenkenntnis zu verfügen und sich diese selbst bescheinigt. Weil viele glauben, Menschenkenntnis sei die Fähigkeit, den Charakter eines anderen vollumfänglich beurteilen bzw. bewerten zu können. Aufgrund von Sekunden. Wie immer ist das aber nur die halbe Wahrheit.

Eine Begriffserläuterung könnte sein: Menschenkenntnis ist die Fähigkeit, anhand des ersten Eindrucks den Charakter, die Absichten und das zukünftige Verhalten eines Menschen korrekt zu interpretieren und zu beurteilen.

Nach dieser Definition wundert es mich nicht, dass diese Fähigkeit eine so begehrte  Qualifikation ist. Aber auch umso unwahrscheinlicher, dass tatsächlich so viele Menschen angeblich darüber verfügen.

Wenn wir einen Menschen kennenlernen, machen wir uns innerhalb von einigen Sekunden ein Bild und schlimmstenfalls ist dieses Bild für alle Ewigkeit in Stein gemeißelt. Natürlich haben viele ein Gespür für jemand anderen aufgrund dessen eine erste Einschätzung getroffen wird. Und dieser Instinkt ist auch an sich gut, denn er schützt uns auch.

Nur dürfen wir nicht den Fehler machen, aus einer Arroganz heraus zu urteilen und zu denken, wir wüssten über den Anderen Bescheid.

Das, was du über mich denkst, bin nicht ich. Das bist du.

Wie oft kommt es denn vor, dass wir zu einer Person irgendwann mal sagen „Ich habe dich am Anfang ganz anders eingeschätzt.“ oder „Du warst mir am Anfang total unsympathisch.“ Schuld daran ist der sog. Bestätigungsfehler. Heißt, wir sehen unser erstes Urteil immer wieder bestätigt, während widersprüchliches Verhalten unbewusst ausgeblendet wird. Der wahre Charakter des Gegenübers bleibt dadurch möglicherweise unerkannt, doch die Meinung über die eigene Menschenkenntnis bleibt unangetastet.

Erst wenn wir jemanden besser kennenlernen, können wir uns ein umfassendes Bild von dem anderen Menschen machen.

Menschenkenntnis ist keine Fähigkeit, die von Geburt an besteht. Menschenkenntnis entwickelt sich über die Jahre hinweg, aufgrund unserer persönlichen Erfahrungen mit anderen Menschen.

Damit kann Menschenkenntnis auch erlernt werden. Aber es gib keine Checkliste, die man abarbeiten kann und danach über Menschenkenntnis verfügt. Vielmehr entsteht diese als Ergebnis eines langen Prozesses, für den vor allem eben diese persönliche Erfahrungen mit anderen Menschen nötig sind.

Kenne dich selbst
Um andere einschätzen zu können, sollte erstmal die Kenntnis über die eigene Person gefestigt werden. Denn nur dann kann Menschenkenntnis auf andere Personen angewandt werden.

Mach dir bewusst:

Was sind meine Werte? Was sind meine Schwächen und Stärken? Wovon träume ich? Was sind meine Ziele? Wie weit würde ich gehen, um diese Ziele zu erreichen? Wie wirke ich auf andere?

Wer sich selbst nicht richtig kennt und einschätzen kann, der wird auch bei anderen daneben liegen.

Körpersprache lesen

Das wir hauptsächlich über nonverbale Signale, also über unseren Körper, kommunizieren, ist inzwischen schon ziemlich bekannt. Deswegen ist es wichtig, die Körpersprache Anderer zu verstehen um eine wirklich gute Menschenkenntnis entwickeln zu können.

Achte daher auf Haltung, Mimik, Gestik und vor allem Blickkontakt.

Wortwahl verstehen

Wie sich jemand ausdrückt, welche Worte er/sie wählt, lässt sehr deutlich auf Einstellungen und Überzeugungen schließen. D.h. also, im nächsten Schritt kannst du dich mit den Inhalten beschäftigen.

Wie argumentiert dein Gesprächspartner? Sachlich oder emotional? Wie erzählt er? Schmückt er aus oder konzentriert er sich auf das Wesentliche?

Je mehr Informationen du aufnimmst, desto konkreter wird dein Bild.

Because you know nothing

Hinterfrage dich regelmäßig, ob dein anfänglicher Eindruck auch nach einiger Zeit noch korrekt ist. Beziehe eine aktuelle Situation und das Umfeld mit in deine Einschätzung ein – was nicht bedeutet zu lästern. 😉